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Implantat aus PEEK Evonik investiert in Start-up Circum Fix

Die 2020 gegründete Medizintechnikfirma Circum Fix Solutions setzt für ihren patentierten Brustkorbverschluss ein PEEK-Material von Evonik ein. Evonik Venture Capital investiert nun in das US-amerikanische Start-up.

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Circum Fix Solutions hat ein neuartiges Konzept zur Knochenfixierung und -heilung aus PEEK entwickelt.
Circum Fix Solutions hat ein neuartiges Konzept zur Knochenfixierung und -heilung aus PEEK entwickelt.
(Bild: Evonik)

Der von Circum Fix entwickelte Brustkorbverschluss soll die Genesung nach einer Operation am offenen Brustkorb verbessern. Das Implantat verschließt das Brustbein nach einer Operation und hält es dauerhafte stabil zusammen. Im Detail besteht die Verschlussvorrichtung aus einer dünnen Brustplatte und daran befestigten, parallel verlaufenden Bändern. Diese fixieren die Platte auf dem Brustbein, indem sie den Brustbeinknochen umschließen.

Circum Fix Solutions hat ein neuartiges Konzept zur Knochenfixierung und -heilung aus PEEK entwickelt.
Circum Fix Solutions hat ein neuartiges Konzept zur Knochenfixierung und -heilung aus PEEK entwickelt.
(Bild: Evonik)

Die Konstruktion soll eine gleichmäßige Lastverteilung von Knochen und Implantat ermöglichen und Bewegungen minimieren, was wiederum die Stabilität erhöht und Schmerzen reduziert. Chirurgen können so das Brustbein schneller und leichter schließen als mit traditionellen Produkten. Sollte eine weitere Operation notwendig sein, kann der Verschluss unkompliziert geöffnet und anschließend wieder geschlossen werden.

Hochleistungspolymer als Metallalternative

Als Material verwendete Circum Fix ein Polyetheretherketon (PEEK) in Implantatqualität von Evonik. Das Hochleistungspolymer mit dem Namen Vestakeep ist laut Evonik sowohl biokompatibel als auch bioinert. Im Unterschied zu bislang üblichen Metall-Verschlüssen werden Knochen und Gewebe somit nicht geschädigt. Zudem ist PEEK wasserabweisend und röntgentransparent, heißt es.

Verstärkte Präsenz auf dem amerkanischen Orthopädie-Markt geplant

Mit der Investition will Evonik die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Medizintechnikbranche vertiefen und klinische Experten in der Orthopädie erreichen. Nach eigenen Angaben soll nun auf dem bereits erworbenen Know-how bei implantierfähigen Hochleistungspolymeren aufgebaut werden. PEEK wird bereits in der Wirbelsäulen-, Schädel-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie in der Orthopädie eingesetzt und habe ein großes Potenzial für weitere medizinische Anwendungen.

Der Markt für Brustbein-Verschlussvorrichtungen in den USA wurde 2021 auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt, wobei jährlich mehr als 700.000 Eingriffe durchgeführt werden. Experten erwarten, dass der Markt jährlich um durchschnittlich 5 Prozent wächst und bis 2026 rund 1,9 Milliarden Dollar erreicht.

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