Neue Möglichkeiten und Anforderungen verändern das Gesundheitswesen. Welche Kräfte wirken hier konkret? Intersystems beschreibt die aktuelle Dynamik im Gesundheitswesen.
Der Wandel des Gesundheitswesens stellt Leistungserbringer und die gesamte Industrie vor zentrale Fragen. Die Marktteilnehmer müssen ihre Rolle in der Zukunft und damit auch ihr Angebot der medizinischen Versorgung überdenken und festlegen.
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Seit jeher verändert sich das Gesundheitswesen immer wieder. Doch nun steht es vor einem großen Wendepunkt. Die Entwicklungsschritte sind tiefgreifender und beeinflussen die Beziehungen zwischen den Akteuren. Welche drei Kräfte hinter der aktuellen Dynamik stecken, erklärt der Anbieter von Datentechnologie Intersystems.
Die Wirtschaft ist die erste treibende Kraft. Große Unternehmen drängen zunehmend auf den Markt. Aktuell fließen viele Investitionen in das Gesundheitswesen. Es besteht also ein großes Interesse, in den Markt einzusteigen. Auffällig ist: Die Investitionen sind um ein Mehrfaches höher als in anderen Branchen, obwohl das Gesundheitswesen nicht im gleichen Maß größer als andere Bereiche ist.
Auf der Seite der Leistungserbringer ist die Lage aus wirtschaftlicher Sicht immer noch schwierig. Durch den demografischen Wandel nimmt die Anzahl von Menschen mit komplexen und chronischen Erkrankungen kontinuierlich zu. Die Kosten für die Pflege eines Patienten steigen pro Jahr schneller als andere Kosten im System. Auch das treibt die Entwicklung des Gesundheitswesens voran. Leistungserbringer stehen vor der Herausforderung, den enormen Kostendruck zu stemmen. Sie müssen dabei u. a. ihre medizinischen Maßnahmen bei der Behandlung von Patienten den vorhandenen Ressourcen anpassen. Hinzu kommt, dass die ohnehin schon geringen Margen im Gesundheitswesen durch Inflation, Personalknappheit und Engpässe in den Lieferketten weiter schrumpfen. Dieser wirtschaftliche „Stress“ führt zu Veränderung und Abwanderung.
Verbraucher fordern als zweite treibende Kraft einen flexiblen Zugang zur medizinischen Versorgung
Wie in anderen Branchen erwarten die Menschen auch im Gesundheitswesen mehr denn je einen einfachen zeit- und ortsunabhängigen Service. Smart Devices und Telemedizin sind daher im Trend. Viele Leistungserbringer bieten bereits einige digitale Services an. Dabei stellen Patienten u. a. für die medizinische Versorgung selbst ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung. Zudem treffen die Menschen im Hinblick auf ihre Behandlung bewusst Entscheidungen und übernehmen dadurch in der Arzt-Patient-Beziehung jetzt eine aktivere Rolle. Ein kontinuierlicher Austausch zwischen beiden Seiten sorgt auch für bessere Ergebnisse. Denn wenn Patienten ihre Gesundheitsdaten übermitteln oder korrigieren, können Behandlungsteams ihren Zustand genau überwachen und schneller präventive Maßnahmen ergreifen. Insgesamt ist das Gesundheitswesen gefordert, nun mehr auf die Verbraucher einzugehen und diese an medizinischen Maßnahmen zu beteiligen.
Technologien als Grundlage für Innovationen – die dritte treibende Kraft
Das Gesundheitswesen wurde schon immer durch Technologien und ihre Innovationen geprägt. Wearables, digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), Patientenportale und Chatbots gehören heute fest zur medizinischen Versorgung. Die neuen digitalen Möglichkeiten steigern die Qualität der Diagnostik und Therapie. Aus der Distanz gelingt die Überwachung von Patienten in Echtzeit und der Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen hilft im Rahmen von Behandlungen bei der Entscheidungsfindung. Aber je dezentraler die Gesundheitsversorgung ist, desto mehr Datenquellen gibt es. Deshalb geht es für Leistungserbringer darum, für Interoperabilität zwischen den bestehenden Systemen zu sorgen. Erst dann können sie alle Daten ihrer Patienten verknüpfen und wirkungsvoll nutzen.
Eigene Strategie überprüfen und gegebenenfalls neu definieren
Der Wandel des Gesundheitswesens stellt Leistungserbringer und die gesamte Industrie vor zentrale Fragen. Die Marktteilnehmer müssen ihre Rolle in der Zukunft und damit auch ihr Angebot der medizinischen Versorgung überdenken und festlegen. Im Mittelpunkt steht dabei, die Alleinstellungsmerkmale der eigenen Produkte und Dienstleistungen zu bestimmen. Eine solide Strategie hierzu hilft, im disruptiven Wandel auf Kurs zu bleiben und alle Ziele zu erreichen.
Bedenkenswert sind für die Vertreter der Branche vor allem neue Anforderungen an die Interoperabilität zwischen den IT-Systemen und das Datenmanagement. Gerade im Hinblick auf ein dezentraleres Gesundheitswesen gewinnen diese Anforderungen an Bedeutung. Wenn mehr Menschen in medizinische Maßnahmen involviert sind, kommt es auf einen freien Informationsfluss zwischen allen Beteiligten an. Ansonsten besteht die Gefahr, das Gesundheitswesen noch weiter zu fragmentieren. Neben der Interoperabilität gehört zu den Voraussetzungen für Projekte auch eine freie Skalierbarkeit. Ob Start-ups, Scale-ups oder große etablierte Unternehmen – jeder braucht eine moderne Lösung, um eine kontinuierlich wachsende Menge von Daten verarbeiten und damit beherrschen zu können. Dabei spielt die Datenqualität eine große Rolle. Im Grunde liegen Unmengen von Daten zu jeder Person vor. Leistungserbringer erheben und nutzen sie bisher aber vornehmlich für die Behandlung einzelner Patienten. Doch die Marktteilnehmer können jetzt die Daten von vielen Patienten für neue Anwendungsfälle zusammenführen. Diese aggregierten Daten bieten die Grundlage für beispielsweise den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinelles Lernen, besseres Population Health Management und neue Forschung.
Stand: 08.12.2025
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Wichtig ist dabei, die Informationen in die täglichen Workflows der Behandlungsteams zu integrieren, die dort dann als Grundlage für Entscheidungen dienen. Zudem können Unternehmen dank der Flexibilität einer Interoperabilitätsplattform unmittelbar auf neue Entwicklungen im Gesundheitswesen reagieren und Innovationen auf den Markt bringen.
„Die weitere Digitalisierung schafft im Gesundheitswesen ein enormes Potenzial. Sie beseitigt viele Schwachstellen – unter anderem können Menschen die Gesundheitsversorgung flexibler in Anspruch nehmen“, resümiert Volker Hofmann, Healthcare Sales Director bei Intersystems. „Mit unserer Datenplattform Intersystems IRIS for Health und der Produktfamilie Health Share helfen wir den Marktteilnehmern, ihre Überlegungen für die Zukunft umzusetzen. So bringen wir alle gemeinsam das Gesundheitswesen voran.“