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„Unsere wichtigste Messe“ Zukunftstrends aus Mikro- und Nanotechnik hier auf der Compamed

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Ab 1. Januar 2014 wird Dr. Thomas Roland Dietrich den IVAM Fachverband für Mikrotechnik als Geschäftsführer vertreten. Auch wenn er seine Stelle erst zum Jahreswechsel antritt − die Compamed lässt er sich dennoch nicht entgehen: „Sie ist für uns die wichtigste Messe.“

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„Entwicklungsländer wie die BRIC-Staaten investieren in ihr Gesundheitswesen – ein großer Markt für die Medizin- und damit die Mikro- und Nanotechnik“, sagt der zukünftige IVAM-Geschäftsführer Dr. Thomas Roland Dietrich.
„Entwicklungsländer wie die BRIC-Staaten investieren in ihr Gesundheitswesen – ein großer Markt für die Medizin- und damit die Mikro- und Nanotechnik“, sagt der zukünftige IVAM-Geschäftsführer Dr. Thomas Roland Dietrich.
(Bild: Schäfer)

Zirka zwei Drittel der IVAM-Mitglieder bieten Lösungen für die Medizintechnik an. Nicht selten sind sie auch in anderen Branchen wie der Automobiltechnik aktiv.

Dietrich erklärt: „Da gibt es zahlreiche Überschneidungen. Viele Zulieferfirmen wenden das, was sie in der Automobilindustrie gelernt haben, für die Medizintechnik an.“ Gefragt, welche Technologien er im Kommen sieht, nennt er zunächst Beschichtungsverfahren: „Hier geht es um das Thema Veredelung.“ So bietet beispielsweise die Firma Sensirion Sensoren an, die biokompatibel sind. Das Fraunhofer IFAM arbeitet an biodegradierbaren Implantaten. Hierzu gehören kontrolliert abbaubare Knochenschrauben. Die Beschichtungen der Implantate liegen im Nanobereich.

Die Firma SCS Specialty Coating System wiederum präsentiert in diesem Jahr hier in Düsseldorf antimikrobielle Beschichtungen: SCS Micro-Resist kombiniert die Vorteile von biokompatiblem Parylene mit antimikrobiellen Eigenschaften und erlaubt damit die effektive Beseitigung schädlicher Mikroorganismen auf beschichteten medizinischen Geräten.

Zukunftspotenzial für Sensortechnik sieht Dietrich in der personalisierten Medizin. „Wäre es nicht schön, wenn jeder einen Detektor hätte, der den aktuellen Gesundheitszustand misst?“, sinniert der promovierte Chemiker, zu dessen vorrangigen Aufgaben es zukünftig gehören wird, das Poten-zial der Mikrosystemtechnik in den Zielmärkten weiter voranzutreiben. | ks

IVAM Fachverband für Mikrotechnik, www.ivam.com, Halle 8a, Stand F19/H29/G40

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