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In eigener Sache Zehn Jahre Berichterstattung für die Medizintechnikindustrie

| Autor / Redakteur: Autorin | Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

Im Juni 2005 erscheint die erste Ausgabe von Devicemed – und damit die erste deutschsprachige Fachzeitschrift für die Medizintechnikindustrie. Zu einer Retrospektive gehört der Blick auf den medialen Wandel der letzten zehn Jahre ebenso wie auf die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008.

Devicemed damals und heute: Ein kurzer Blick zurück auf das Titelbild der Erstausgabe im Juni 2005 ...
Devicemed damals und heute: Ein kurzer Blick zurück auf das Titelbild der Erstausgabe im Juni 2005 ...
(Bild: VBM-Archiv )

Vereinfacht gesagt gibt es zwei Arten von Ausrüstern, Zulieferern und Dienstleistern für die Medizintechnik: Solche, die ausschließlich für die Medizintechnik fertigen. Und solche, die sie nur zu einem Teil beliefern und den Großteil ihres Umsatzes in anderen Branchen generieren.

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

Erstere konnten 2008 erleichtert aufatmen, denn der Absatzmarkt Medizintechnik ist, nicht zuletzt auch aufgrund des vielbeschworenen demografischen Wandels in den Industrieländern, ein sicherer. Für diejenigen Zulieferer, denen 2008 große Aufträge in anderen Branchen weggebrochen waren, beispielsweise im Automobilbau, war die Medizintechnik ein Rettungsanker. Wer für sie tätig war, hat dies auf einmal auch laut propagiert. Medizintechnik – auf sämtlichen Fachmessen und Events war sie plötzlich anzutreffen.

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Mit dem Wiedererstarken der Wirtschaft ist dieser Trend abgekühlt. Hip ist sie zwar immer noch, die Medizintechnik, aber eben auch konservativ. Die regulatorischen Vorgaben sind hoch – und die Entwicklungszeiten extrem lange. Bis eine Idee zu einem erstattungsfähigen Medizinprodukt wird, vergehen Jahre, manchmal Jahrzehnte. Firmen, die die Medizintechnik bis heute beliefern, erfüllen nicht nur hohe Qualitätsansprüche, sie haben oft auch einen langen Atem bewiesen.

Langsamer Wandel in der Berichterstattung

So lange es dauert, bis neue Medizinprodukte Patienten erreichen, so kurz ist die Zeit, bis Nachrichten bei unseren Lesern ankommen. Haben wir diese 2005 ausschließlich mit zehn Printausgaben jährlich informiert, kann man Devicemed heute auch auf dem Tablet oder Smartphone lesen, uns auf Twitter und Facebook folgen oder mit uns in der Xing-Gruppe Medizintechnik diskutieren. Für Medizintechnikunternehmen hat sich folglich über die Jahre nicht nur der Zuliefermarkt verändert, sondern auch die Art, wie wir über ihn berichten. Konnten wir als Redakteure früher kaum messen, welche Themen für unsere Leser interessant sind, so sind wir heute für Ihre Kommentare und Anregungen dankbar. In diesem Sinne blicken wir zurück auf ereignisreiche zehn Jahre – und sind ebenso wie Sie gespannt auf das, was es zukünftig zu berichten gibt.

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