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NeZuMed-Kooperationskongress Medizintechnik „Wir leisten Pionierarbeit“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Über die Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Medizintechnikunternehmen hat „DeviceMed“ mit Dr. Wolfgang Sening gesprochen. Er ist Netzwerkmanager bei NeZuMed, einem Netzwerk für innovative Zulieferer in der Medizintechnik und in dieser Funktion auch Veranstalter des Kooperationskongresses Medizintechnik in Erlangen, der ab morgen mehr als 20 Vorträge entlang der gesamten Wertschöpfungskette bereit hält.

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Gemeinsam mit OEMs und In-Verkehr-Bringern will sich Dr. Wolfgang Sening künftig zunehmend der Entwicklung und Produktion kompletter Systeme oder Geräte annehmen
Gemeinsam mit OEMs und In-Verkehr-Bringern will sich Dr. Wolfgang Sening künftig zunehmend der Entwicklung und Produktion kompletter Systeme oder Geräte annehmen
(Bild: Nezumed)

Herr Sening, vor etwas weniger als einem Jahr haben Sie NeZuMed gegründet. Ziel: Den Wissenstransfer zwischen OEMs und Zulieferern fördern. Würden Sie sagen, das ist gelungen?

Sening: Ich antworte mit einem deutlichen „Ja“. Obwohl wir natürlich teilweise Pionierarbeit leisten, um alte Pfade zu verlassen und neue Denkweisen im Umgang miteinander zu forcieren. Unsere Netzwerkidee ist in Jahren gereift und basiert auf den Erfahrungen, die ich in der Medizintechnik gesammelt habe.

Geben Sie uns bitte ein Beispiel.

Sening: Zunächst einmal benötigen mittelständische Unternehmen mehr Unterstützung, zum anderen muss die Kommunikation zwischen allen Partnern der Wertschöpfungskette verbessert werden. Die Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Medizintechnikunternehmen ist für beide Seiten gewinnbringend ausbaufähig. Durch unsere sehr guten Kontakte in die Medizintechnik und die Zulieferindustrie verfügen wir über gute Möglichkeiten zum direkten bilateralen Austausch. Ergänzend führen wir „Projekttage Medizintechnik“ durch, z.B. erst kürzlich bei Fresenius Medical Care Deutschland. Dort konnten wir den gegenseitigen Austausch mit Einkauf und Entwicklung vertiefen und Projektmöglichkeiten diskutieren.

Wie viele Unternehmen sind Ihrem Netzwerk inzwischen beigetreten, wie sieht die Struktur der Mitgliedsunternehmen aus?

Sening: Im Prinzip ist der Nukleus des Netzwerkes aus einem Seminar mit zehn Geschäftsführern entstanden, das ich zusammen mit der IHK Bayreuth im Jahre 2009 durchgeführt habe. Daraus haben wir ein Netzwerkprojekt entwickelt, das seit 2011 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Aktuell sind 23 Unternehmen und Forschungseinrichtungen Mitglied, wobei wir strenge Aufnahmekriterien haben - unser Fokus richtet sich auf Qualität, nicht auf Quantität. Aber wir sind stets offen für neue innovative Partner. Die meisten unserer Mitgliedsunternehmen sind inhabergeführte Mittelständler, alle durchweg hochkompetent und innovativ.

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