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Compamed 2013 „Wir freuen uns sehr auf die Messe“

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Volle Hallen: Mit fast 700 Ausstellern ist die Compamed so gut gebucht wie nie zuvor. Dass die Messe parallel zur Medica stattfindet, mit 4.630 Ausstellern „die Königin der Medizinmessen“, wie sie Messe-Geschäftsführer Joachim Schäfer nennt, tut der Compamed offensichtlich gut.

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Gespannt richten sich alle Blicke auf die Compamed 2013. Joachim Schäfer (links) und Horst Giesen von der Messe freuen sich über ausgebuchte Hallen und viele Innovationen.
Gespannt richten sich alle Blicke auf die Compamed 2013. Joachim Schäfer (links) und Horst Giesen von der Messe freuen sich über ausgebuchte Hallen und viele Innovationen.
(Bild: Reinhardt)

„Zumal mit dem Trend zum Outsourcing auch die Bedeutung der Zulieferer steigt“, so Messe-Macher Horst Giesen. Er nennt als wesentliche Trends die Themen Computerisierung, Molekularisierung und Miniaturisierung.

Die Aussichten für das Jahr 2014 ähneln der Branchenentwicklung im laufenden Jahr. Trotz deutlich zweistelligem ifo-Geschäftsklimaindex im Bereich „Herstellung von medizinmechanischen Erzeugnissen“ bewerteten die Firmen die Geschäftslage aktuell wie für die nächsten Monate mehrheitlich als gleichbleibend. Diese „verhalten positive Grundstimmung“ spiegelt sich auch in den aktuellen Branchenzahlen wider: Für das Jahr 2013 rechnet der Industrieverband Spectaris mit einem Branchenumsatz von rund 22,9 Mrd. Euro, was einem Plus von knapp 3 Prozent entspräche. Vor allem das Auslandsgeschäft verspricht Wachstumsimpulse. „Die Exportquote bewegt sich von zwei Drittel Richtung drei Viertel“, so Jan Wolter, scheidender Leiter des Spectaris-Fachverbands Medizintechnik. Befragt nach der neuen Medizinprodukte-Verordnung sieht Jan Wolter nach wie vor viele kritische Punkte mit Auswirkungen für Hersteller und die Patientenversorgung. Dies gelte vor allem für die Themen Marktzugang, klinische Prüfungen, Medizinprodukteaufbereitung und Reporting im Rahmen der Herstellerproduktüberwachung.

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„Dabei ist die Sicherheit von Medizinprodukten in Europa im internationalen Vergleich auf höchstem Niveau“, erklärt Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des Fachverbands Elektromedizinische Technik im ZVEI. Die Kritik der Krankenkassen am Zulassungsverfahren für Medizinprodukte und an deren Sicherheit sei daher nicht gerechtfertigt. Vor seinem Wechsel in die Sicherheitstechnik zum Jahreswechsel wagt Wolter darauf eine scharfe These: „Aufgrund rechtswidrigen Verhaltens der Krankenkassen sind gewiss schon mehr Patienten zu Schaden gekommen als durch fehlerhafte Medizintechnik.“

„Allerdings vermischen die Krankenkassen zwei unterschiedliche Fragestellungen“, so Bursig weiter. Eine Nutzenbewertung habe mit der Prüfung der Produktsicherheit an sich nichts zu tun. Dieser vermeintliche Mangel könne dem Verfahren zur CE-Kennzeichnung von Medizinprodukten nicht angelastet werden. Die Marktüberwachung der CE-Kennzeichnung müsse dennoch weiter verbessert werden, wofür es auch zielführende Vorschläge der Europäischen Kommission gäbe. „Die kommende Medizinprodukte-Verordnung darf aber nicht zu weit gehen, sonst können lebensrettende Produkte erst mit mehrjähriger Verzögerung auf den Markt kommen“, so Bursigs eindringlicher Appell.

Kontakt:

Messe Düsseldorf GmbH

D-40474 Düsseldorf

www.compamed.de

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