Metav 2018

Wieder Medical Area auf der Fachmesse für Produktionstechnik

| Autor / Redakteur: / Peter Reinhardt

Auf der Metav 2016 gab es die erste Medical Area. Sie folgte auf die seit 2010 erfolgreich organisierten Sonderschauen „Metal meets medical“.
Auf der Metav 2016 gab es die erste Medical Area. Sie folgte auf die seit 2010 erfolgreich organisierten Sonderschauen „Metal meets medical“. (Bild: Reinhardt / Devicemed)

Klassische Metallbearbeitung und Innovation sind auf der Metav traditionell kein Widerspruch. Neue Technologien in den traditionellen Fertigungstechniken sind auf der Messe in Düsseldorf ebenso zu sehen wie aktuelle Lösungen zu Industrie 4.0. Zudem gibt es auch wieder eine Medical Area.

  • Vier Messe-Areas verdeutlichen Synergien in der Produktionstechnik
  • Medical Area fokussiert auf die Belange der Medizintechnikhersteller
  • Innovationsschauplatz mit umfangreichem Informationsprogramm rund um die Produktionstechnik

Die 20. Messe für Technologien der Metallbearbeitung zeigt die gesamte Wertschöpfungskette. Kernbereich der Metav, die im kommenden Jahr vom 20. bis 24. Februar stattfindet, sind die klassischen Zerspanungsthemen rund um die Werkzeugmaschine, flankiert von Fertigungssystemen, Werkzeugen, automatisiertem Materialfluss, Computertechnologien und Industrieelektronik.

Dieses Herz der Messe steht in vielfältiger Verbindung mit den so genannten Areas, die mit dem neuen Messe-Konzept 2016 eingeführt wurden. So bildet die Messe die Realität zeitgemäßer industrieller Fertigung komprimiert auf ihrem Gelände ab. Zwei Areas widmen sich Spezialthemen der Produktionstechnik, zwei weitere haben spezielle Branchen im Fokus.

Quality Area verbindet Messtechnik mit industrieller Fertigung

Die Quality Area zeigt, wie untrennbar Messtechnik mit der industriellen Fertigung verbunden ist. Im Zeitalter der digitalen Transformation gewinnt Qualitätssicherung noch mehr an Gewicht. Nicht zuletzt die Mess- und Prüftechnik wird zur tragenden Säule für Smart- und Big-Data-Konzepte.

Additive Manufacturing ergänzt klassische Metallbearbeitung

Die Additive Manufacturing Area verdeutlicht dagegen, dass entsprechende Fertigungsverfahren ihren festen Platz in den Fabriken etabliert haben. Sie sind eine hervorragende Ergänzung für die klassische Metallbearbeitung, die sich in die gesamte Bandbreite der Prozesskette einreiht – wenn auch in jedem Fall mechanische Nachbearbeitung erforderlich ist. Dies machen nicht zuletzt die zahlreichen Aussteller deutlich, die auf hybride Maschinen setzen – also Produktionstechnik, die additive mit spanender Fertigung kombiniert. Alleine diese beiden Areas sind schon für Hersteller medizintechnischer Produkte einen Besuch wert, haben sie doch eine große Relevanz für die Branche.

Medical Area ist ein Muss für Besucher aus der Medtech-Branche

Von besonderem Interesse ist indes erneut die Medical Area. Sie stellt als zweite anwenderbezogene Area die Medizintechnik in den Mittelpunkt. Diese ist mit ihren hohen Anforderungen und ihrem gewaltigen Innovationspotenzial Treiber technologischen Fortschritts in der Fertigungstechnik. Nicht ohne Grund belegt die Medizintechnik Spitzenplätze in der weltweiten Anmeldung von Patenten. Zum anderen ist sie ein Segment mit hervorragenden langfristigen Marktaussichten. Die demographische Entwicklung der Weltbevölkerung beflügelt den Bedarf, darunter vor allem das steigende Durchschnittsalter in den Industriestaaten und der wachsende Lebensstandard in vielen Schwellenländern.

Alles rund um den Werkzeug- und Formenbau

Mit der Moulding Area dreht sich in der vierten und letzten Area alles um den Werkzeug-, Formen- und Modellbau – auch das ein wichtiges Thema für Medizinproduktehersteller. Moulding gilt als eines der anspruchsvollsten Anwendungsfelder in der Metallbearbeitung mit ausgesprochen hohen Anforderungen an Präzision und Qualität. Neben konventionellen Verfahren finden immer neue Prozesstechnologien Eingang, wie etwa laserunterstützte Fertigung für die Feinstrukturierung von Designoberflächen. Welche Anforderungen gestellt werden und wie sie sich mit innovativer Fertigungstechnik lösen lassen, ist daher ein zentrales Thema der Moulding Area.

Dicht am Markt, nah an der Innovation

Damit spannt die Metav erneut einen großen Bogen rund um zahlreiche Aspekte der Produktionstechnik. Ihre Seele bleibt indes die ganze Bandbreite der Metallbearbeitung, ein Bereich, der mit der digitalen Transformation noch einmal erhebliches Innovationspotenzial hinzugewonnen hat. Zugleich zeigt die Metav Verbindungen zu zahlreichen angrenzenden industriellen Themen, die maßgeblich für die Produktionstechnik von morgen sind. Und das in einer Zeit, in der Industrie 4.0 dazu antreibt, Wertschöpfung immer umfassender, durchgängiger und vernetzter zu denken.

Neben den vorgenannten vier Areas bietet die Metav 2018 als Innovationsschauplatz ein umfangreiches Informationsprogramm rund um die Produktionstechnik:

  • Themenpark Industrie 4.0 in Kooperation mit der Fachzeitschrift MAV und der Konradin Mediengruppe
  • Sonderschau Jugend der Nachwuchsstiftung Maschinenbau
  • Internationale Fachkonferenz „Inside 3D Printing“ der Rising Media
  • Workshops zur Qualitätssicherung der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und der Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS)
  • 7. Dortmunder Schleifseminar „Metav Spezial 2018“ des Instituts für Spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund
  • Forum „Potenziale der Spanntechnik in einer prozesseffizienten Fertigung“ des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA
  • Anwendungsforum Sägetechnik des Fraunhofer IPA
  • VDW-Technologietag „Sicherheitsrichtlinien an Werkzeugmaschinen“

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Weitere Artikel über Metallbearbeitung und Fertigungseinrichtungen finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

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