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Intelligente Textilien

Wie lassen sich Informationen begreifbar machen?

| Redakteur: Peter Reinhardt

Wenn T-Shirts vor Dehydrierung warnen oder Teppiche bei Stürzen Alarm schlagen, dann steckt schlaue Elektronik dahinter. Der „Intelligenz“ von Textilien widmen sich das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM. Einblicke in die Welt von Hightech-Stoffen gibt noch bis Ende November eine Ausstellung in München.

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Inspiriert durch die Arbeit von Fraunhofer-Forschern hat die Künstlerin und Forscherin Dr. Zane Berzina eine Installation entwickelt, die elektrostatische Energiefelder in Lichtreize und Töne verwandelt
Inspiriert durch die Arbeit von Fraunhofer-Forschern hat die Künstlerin und Forscherin Dr. Zane Berzina eine Installation entwickelt, die elektrostatische Energiefelder in Lichtreize und Töne verwandelt
( Bild: Vilnis Lapins )

Dem Markt für Hightech-Textilien sagen Experten zweistellige Wachstumsraten voraus. Und das aus gutem Grund, denn die schlauen Stoffe haben viele Gesichter. So registrieren sie zum Beispiel bei der Altenpflege Teppiche mit Drucksensoren, wenn ein Bewohner stürzt und alarmieren Hilfskräfte.

Hightech-Textilien für Gesundheit und Sicherheit

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS widmet sich mit seinen Exponaten der Gesundheit: Ein Fitness-Shirt erfasst über leitfähige Gewebebereiche die elektrische Aktivität des Herzmuskels. Die abgeleiteten Signale – das Elektrokardiogramm (EKG) und die Atembewegung – werden aufbereitet, algorithmisch ausgewertet und schützen so vor Überlastung. Für Senioren oder Reha-Patienten eignet sich der „Fitnessbegleiter“, der – bestehend aus einem Sensoranzug, einem Shirt zur Atemmessung und einem Personal Digital Assistant (PDA) – Nutzern bei Gymnastikübungen Rückmeldung zu ihren Vitaldaten gibt und sie anleiten kann.

Doch Hightech-Textilien nützen nicht nur im Alltag, sie inspirieren auch Künstler und ermöglichen verschiedene modische Kreationen. Eine gestern eröffnete Ausstellung im Foyer des Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Berlin liefert Antworten auf zahlreiche Fragen rund um die Hightech-Textilien: Wie kann man Oberflächen herstellen, die auf ihre Umgebung reagieren? Welche neuen Szenarien lassen sich definieren, um diese elektronischen Textilien in den Alltag zu integrieren? Wie lassen sich Informationen „begreifbar“ machen und welche Rolle spielt dabei das gewählte Material? Welche neuen „Interfaces“ könnten Menschen, Objekte oder Räume haben?

E-Static Shadows – Unsichtbares sichtbar machen

Inspiriert durch die Arbeit der Fraunhofer-Forscher hat die Künstlerin und Forscherin Dr. Zane Berzina eine Installation entwickelt, die elektrostatische Energiefelder in Lichtreize und Töne verwandelt. Auf diese Weise will sie die elektrostatische Interaktion zwischen Mensch und Umwelt begreifbar machen. Der Professorin an der Weißensee Kunsthochschule Berlin ist es zusammen mit dem Architekten Jackson Tan gelungen, elektrostatische Kräfte nicht nur sichtbar zu machen, sondern sie in ein audio-visuelles Kunsterlebnis zu verwandeln. Die Ausstellung kann noch bis 30. November in der Münchener Fraunhofer-Zentrale, Hansastr. 27c, besichtigt werden. Öffnungszeiten: montags bis freitags, 9.00 bis 18:00 Uhr

Kontakt:

Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM

13355 Berlin

www.izm.fraunhofer.de

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