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Vogel Stiftung Wenn das Ich verschwindet

| Redakteur: Peter Reinhardt

Allein in Deutschland leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen unter einer Demenzerkrankung, berichtet der Welt-Alzheimerbericht 2015. Gemeinsam mit der Uniklinik Würzburg lädt die Vogel Stiftung zum 3. Würzburger Demenztag. Der Eintritt ist frei.

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Bereits auf den ersten beiden Demenztagen interessierten sich rund 500 Teilnehmer für das Vortragprogramm, die neuesten Forschungsergebnisse und die rund 20 Infostände.
Bereits auf den ersten beiden Demenztagen interessierten sich rund 500 Teilnehmer für das Vortragprogramm, die neuesten Forschungsergebnisse und die rund 20 Infostände.
(Bild: VBM)

Auf dem 3. Würzburger Demenztag am 17. September 2016 informieren Forscher und Organisationen über aktuelle Erkenntnisse und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und professionell Tätige. Erstmals sind als Referenten auch Forscher anderer deutscher Hochschulen dabei.

Demenz ist nicht heilbar, sondern tödlich

Nach wie vor gilt leider: Demenz ist nicht heilbar, sondern letztlich immer noch tödlich. Der Mensch, seine Persönlichkeit, sein Ich verschwinden immer mehr. Und trotz kleiner Hoffnungsstreifen auf mögliche Heilungsansätze: Weit hinten am Horizont ist nicht einmal annähernd klar, wann die Menschheit von diesem Fluch erlöst wird. Es besteht erheblicher Forschungsbedarf!

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An der Würzburger Uniklinik läuft seit 2010 ein einzigartiges Forschungsprojekt zur Früherkennung von Demenz: Wenn alles klappt, können Demenzerkrankungen künftig viel früher erkannt, behandelt und therapiert werden. Ziel ist es, den Ausbruch der Erkrankung mit diesen Erkenntnissen um bis zu zehn Jahre nach hinten zu verschieben. Schon das wäre ein enormer Gewinn an Lebensqualität und Zeit. Zeit, die die Forschung noch braucht, um eine Heilungsmöglichkeit zu finden.

„Vogel-Studie“ macht große Fortschritte

Dazu unterstützt die Vogel Stiftung mit inzwischen über einer halben Million Euro seit sechs Jahren über den Unibund die „Vogel-Studie“ am Zentrum für Psychische Gesundheit. Unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Deckert und seinen Kollegen PD Dr. Martin Lauer und Dr. Thomas Polak macht das Projekt große Fortschritte. Über den aktuellen Stand der Forschung berichten sie auf dem dritten Würzburger Demenztag.

Bereits auf den ersten beiden Demenztagen interessierten sich rund 500 Teilnehmer für das Vortragprogramm, die neuesten Forschungsergebnisse und die rund 20 Infostände. Der dritte Würzburger Demenztag findet am Samstag, den 17. September 2016, von 9:00 bis 15:00 Uhr statt. Er wird gemeinsam von der Vogel Stiftung, dem Unibund und dem Uniklinikum im Vogel Convention Center veranstaltet. Alle Interessierten sind bei freiem Eintritt eingeladen.

Forschungsprojekt zur Demenzfrüherkennung

Die Vogel Stiftung ist seit 2010 Förderer der „Vogel-Studie“, eines Forschungsprojekts zur Demenzfrüherkennung, und unterstützt diese Info-Veranstaltung. Mehrere Referenten, zum Teil auch vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, berichten über den aktuellen Forschungsstand, die zeitgemäße Diagnostik und neue Therapieoptionen und berücksichtigen dabei insbesondere praxisnahe Hilfen im Versorgungsalltag. Diese Fort- und Weiterbildungsveranstaltung des Zentrums für Psychische Gesundheit, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg wird in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesärztekammer, der Alzheimer-Gesellschaft Unterfranken e.V., Halma e.V. und vielen weiteren Trägern veranstaltet.

„Die Vogel Stiftung fördert die Vogel-Studie zur Früherkennung von Demenz seit sechs Jahren finanziell. Nun freuen wir uns, das Forschungsprojekt auch auf andere Weise zu unterstützen“, kommentiert Stifter Dr. Kurt Eckernkamp: „Wir stellen das Vogel Convention Center zur Verfügung und tragen das Thema in die Öffentlichkeit. Wir hoffen, dass sich am 17. September viele Menschen über das Thema Demenz informieren, denn die Zahl der Demenzkranken steigt weiter, und der Aufklärungsbedarf wächst!“

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