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Micro Epsilon Weltneuheiten bei Sensoren und Controllern

| Redakteur: Peter Reinhardt

Der Sensorhersteller Micro Epsilon ist bekannt für seine Vielfalt an Lösungen zur Überwachung und Steuerung der Produktion. Drei neue Sensoren und Controller eignen sich auch für Einsätze in der Medizintechnik und Pharmaindustrie.

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Mit einer Messrate von bis zu 70 kHz ist der Highspeed-Controller Confoca lDT 2471 HS derzeit der schnellste konfokal-chromatische Controller weltweit, der ohne externe Lichtquelle arbeitet.
Mit einer Messrate von bis zu 70 kHz ist der Highspeed-Controller Confoca lDT 2471 HS derzeit der schnellste konfokal-chromatische Controller weltweit, der ohne externe Lichtquelle arbeitet.
(Bild: Micro Epsilon)
  • Weltweit schnellster konfokal-chromatischer Controller ohne externe Lichtquelle
  • Laser-Triangulationssensoren jetzt mit Laserklasse 1
  • Magneto-induktive Sensoren als Alternative zu herkömmlichen Sensoren

Der Highspeed-Controller Confocal DT 2471 HS bietet stärkere Messeigenschaften, verbesserte optische Komponenten und eine integrierte Lichtquelle. Mit einer Messrate von bis zu 70 kHz ist er derzeit der schnellste konfokal-chromatische Controller weltweit, der ohne externe Lichtquelle arbeitet. Er ist mit allen Sensortypen der IFS-Baureihe von Micro Epsilon kompatibel. Um auch bei dynamischen Prozessen auf verschiedenen Oberflächen schnell und genau messen zu können, lässt sich die Belichtungszeit aktiv einstellen. Eine große Bandbreite an Sensoren und verschiedene Schnittstellen am Controller eröffnen vielfältige Anwendungen, zum Beispiel in der Medizintechnik- und Halbleiterindustrie, Handy- und Kunststoffproduktion. Im Gegensatz zu Systemen mit schwingender Linse ist Confocal DT verschleißfrei konstruiert.

Dickenmessung transparenter Objekte mit bis zu fünf Schichten

Alle Sensoren dieser Reihe sind in passiver Bauweise ausgeführt und kommen ohne elektrische Bauteile aus. Darüber hinaus strahlen die Sensoren keine Abwärme ab, sodass sie auch für empfindliche Anwendungsumgebungen geeignet sind. Die gesamte Konfiguration des Controllers und der Sensoren wird ohne zusätzliche Software über ein einfach zu bedienendes Webinterface durchgeführt. Gegenüber Xenon-Lichtquellen ist die integrierte Lichtquelle langlebiger. Erhältlich sind zwei verschiedene Varianten: Standard und Multipeak. Letztere ermöglicht die einseitige Dickenmessung von transparenten Messobjekten mit bis zu fünf Schichten.

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Laser-Triangulationssensoren mit Laserklasse 1

Die Laser-Triangulationssensoren Opto NCDT 1420 messen berührungslos Weg und Abstand und erfassen dank ihres winzigen Messfleckdurchmessers auch kleinste Objekte zuverlässig. Diese Sensoren sind jetzt auch mit Laserklasse 1 erhältlich, bei der die abgestrahlte Leistung maximal 390 µW beträgt. Damit entfallen zum einen die mit der Laserklasse 2 verbundenen Maßnahmen, um Werker zu schützen, wenn sie direkt in den Laserstrahl beziehungsweise in Reflexionen des Strahles blicken. Bei höheren Laserklassen kann der Strahl irreparable Schäden auf der Netzhaut des Betroffenen verursachen.

Im Bereich der Pharmaindustrie ist damit aber noch ein weiterer Vorteil verbunden. Hier werden in einigen Anwendungen Laser-Sensoren eingesetzt, um Abstände zu empfindlichen Oberflächen zu ermitteln oder Substrate zu vermessen. Klasse-2-Laser können dabei unter bestimmten Umständen eine chemische oder thermische Reaktion der Oberfläche herbeiführen. Für Einsätze in diesen Bereichen kommen ebenfalls die Laser-Triangulationssensoren Opto NCDT 1420 der Laserklasse 1 in Frage, da die geringe Laser-Leistung keine chemische oder thermische Reaktion hervorruft.

Magneto-induktive Sensoren: das Beste aus zwei Welten

Die Vorteile von induktiven Sensoren und Magnetsensoren vereinen magneto-induktive Sensoren als dritte in diesem Artikel vorgestellte Produktentwicklung. Sensoren der Reihe Main Sensor basieren auf einem patentierten Messprinzip, das von Micro-Epsilon entwickelt wurde. Hierbei misst der Sensor mit hoher Dynamik den Abstand zu einem Magneten, der am Messobjekt befestigt wird. Die Bewegung des Magneten bewirkt eine Veränderung des magnetischen Flusses im Sensorelement, und diese Veränderung wird durch die Sensorspule erfasst. Es ergibt sich ein linearer Zusammenhang zwischen Abstand und Ausgangssignal.

Damit punkten magneto-induktive Sensoren gegenüber induktiven Sensoren mit gleichbleibend hoher Empfindlichkeit, die auch am Messbereichsende und im bündigen Einbau in nicht ferromagnetische Materialien erhalten bleibt. Sie dienen darüber hinaus als idealer Ersatz für Schalter und Näherungssensoren, wenn lineare Messungen erforderlich sind. Sind Schaltpunkte erforderlich, können diese kundenseitig gesetzt werden.

Vorteile bei Anwendungen in geschlossenen Systemen

Im Gegensatz zu herkömmlichen Messverfahren messen Main Sensoren auch durch leitfähige nicht magnetisierbare Materialien hindurch, also zum Beispiel bei Produkten aus Edelstahl oder Aluminium. Dies ist ein entscheidender Vorteil bei Anwendungen in geschlossenen Systemen oder Gehäusen, weil Sensor und Magnet räumlich getrennt untergebracht werden können. So lässt sich der Magnet in schwieriger Umgebung verbauen, während der Sensor im sicheren Bereich untergebracht wird. Das Verfahren eignet sich daher auch für druckdichte Behälter und geschlossene Systeme.

Es ergeben sich ferner Vorteile gegenüber magnetischen Sensoren durch den deutlich erweiterten Messbereich, das kontinuierliche Ausgangssignal, das prinzipbedingt linear zum Abstand ist, und deutlich niedrigere Preise bei großen Messbereichen. Der Sensor zeigt sich zudem bei Achsversatz des Magneten robuster. Entsprechend vielseitig sind auch die Einsatzgebiete. Diese reichen von Einzelanwendungen im klassischen Maschinenbau über Messungen im Automatisierungsbereich bis zum Verpacken von Tabletten.

Weitere Artikel zur Qualitätssicherung in der Fertigung finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

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