France

Wasserstrahlschneiden: Technologiesprung sorgt für neue Einsatzfelder

Redakteur: Peter Reinhardt

Firma zum Thema

Wasserstrahlschneiden galt Medizintechnikunternehmen lange Zeit als ein zu ungenaues Verfahren. Inzwischen ist das anders. Denn der jüngste Technologiesprung hin zum Mikro-Wasserstrahlschneiden hat die Präzision um Faktor zehn gesteigert.

Das große Problem des Wasserstrahlschneidens war bislang die fehlende Präzision und insbesondere Wiederholbarkeit. Auch Walter Maurer, Gründer und Geschäftsführer der Waterjet AG, war dieses Problem ein Dorn im Auge. Als Anwender setzt er seit mehr als zwei Jahrzehnten in seinem Unternehmen Wasserstrahlschneidanlagen ein. Dass er Aufträge aufgrund der mangelnden Präzision ablehnen musste, wollte er schließlich nicht mehr hinnehmen. Also hat er in Kooperation mit der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch eine neue Mikrowasserstrahltechnik entwickelt.

Ergebnis: Die neuen Anlagen erreichen Positioniergenauigkeiten unter 1 µm. Ihre garantierte, reproduzierbare Maschinenfähigkeit liegt im Bearbeitungsbereich von 600 x 1000 mm bei ± 1/100 mm. Die »Microwaterjet«-Maschinen stellt heute der Maschinenbaukonzern Daetwyler Industries her, der bereits einige Anlagen bei Dienstleistern in der Schweiz und in Deutschland installiert hat. Diese haben damit u.a. den Einstieg in den Medizintechnikmarkt im Visier. Denn das Verfahren bietet Vorteile, die diesem sensiblen Markt gelegen kommen.

Ein wesentlicher Pluspunkt ist der kalte Wasserstrahl, der keinerlei Gefügeveränderungen bewirkt. Zudem lassen sich auch Materialien trennen, bei denen Konkurrenzverfahren passen müssen – etwa nicht leitende oder hitzeempfindliche Werkstoffe. Bearbeitungsbeispiele aus der Praxis sind kleinste Tantal-Marker, Implantate aus Tantal, Titan oder verschiedensten Keramiken, Biegeschablonen, Werkzeuge, Rohlinge oder Fixationsplatten.

Kontakt::

MDC Max Daetwyler AG CH-3368 Bleienbach www.daetwyler.com