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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Medtech-Unternehmen erwarten Umsatzminus / parts2clean abgesagt

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Firmen zum Thema

Beratung für neue Hersteller medizinischer Ausrüstung

[Mi 29.04.2020, 15:02] Unternehmen, die im Kampf gegen das Coronavirus ihre Produktlinien umstellen wollen, können nun vom Deutschen Institut für Normung (DIN) kostenlose Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Auf der Dialogplattform DIN.ONE stehen Experten aus der Praxis interessierten Unternehmen bei Fragestellungen zum Inhalt der Normen Rede und Antwort.

Durch den Einsatz von Normen kann die Sicherheit von medizinischen Geräten und persönlicher Schutzausrüstung gewährleistet werden. Neben diesen Beratungsangeboten werden kostenlose Webinare angeboten, in denen die Anwendung ausgewählter Normen erläutert wird. So beispielsweise ein Webinar vom 23. April 2020 zu Schutzmasken (die Mitschnitt des Webinars findet sich hier).

Bundesverband Gesundheits-IT zur Corona-Tracing-App

[Mi 29.04.2020, 14:30] Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) befürwortet die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums für eine „Corona-Tracing-App“. So kommentiert Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg: „Es ist ein positives Signal, dass die Bundesregierung das Potenzial digitaler Tools in der Bekämpfung der Corona-Pandemie erkannt hat und die Entwicklung aktiv vorantreibt“.

Der bvitg betont vor allem die Notwendigkeit einer Konsensfindung darüber, was eine vertrauensvolle Umgebung für den sicheren und nutzenstiftenden Umgang mit Gesundheitsdaten darstellt. Zudem spricht sich der Verband langfristig für mehr Klarheit bei der Verwendung von Gesundheitsdaten aus. Demnach wäre es wünschenswert, wenn sich der Ethikrat noch intensiver mit der Nutzung von Gesundheitsdaten zum Wohle der Allgemeinheit – und nicht nur im Kontext von Epidemien – beschäftigen würde.

Raumedic beschafft Schutzausrüstung

[Mi 29.04.2020, 13:19] Die Raumedic AG hat den Landkreis Hof bei der Beschaffung von mehreren Tausend medizinischen Schutzmasken unterstützt. Einen Teil davon nahm Landrat Dr. Oliver Bär im April persönlich entgegen. Unterstützung in Form einer Spende gab es für die Zentrale Diakoniestation Naila. Die Einrichtung erhielt medizinische Masken sowie Desinfektionsmittel für ihre Pflegekräfte, die derzeit über 400 Patienten in der Häuslichkeit versorgen.

„Wie in vielen anderen Organisationen aktuell auch, gestaltet es sich bei uns schwierig, ausreichend Schutzausrüstung zu bekommen“, erläutert Matthias Korn, Einrichtungsleiter der Zentralen Diakoniestation. Daher sei man dankbar, dass sich das Medizintechnikunternehmen der Beschaffung so stark gewidmet und ein Kontingent an die Diakonie gespendet hat, ergänzt Karl Bayer, Vorstandsvorsitzender beim Diakoniewerk Martinsberg. „Dank gutem Lieferantennetzwerk, dem Engagement unserer Einkaufsabteilung und der Werkleitung haben wir hoffentlich einen kleinen Teil zur Bewältigung der aktuellen Lage in der Region beitragen können“, sagt Raumedic-CEO Stefan Seuferling.

Beatmungsgeräteproduktion durch Kooperationen sichern

[Mi 29.04.2020, 11:44] Die weltweite Nachfrage nach Beatmungsgeräten ist in den letzten Wochen geradezu explodiert. Aktuell ist es den Herstellern trotz aller Bemühungen nicht möglich, alle Anfragen zu bedienen. Die Produktionskapazitäten sind zwar maximal erweitert worden, dennoch kann der aktuelle Bedarf nicht gedeckt werden. Der Hauptgrund hierfür liegt in der Verfügbarkeit von Komponenten, die zur Produktion der hochkomplexen Beatmungsgeräte benötigt werden. Werden nun noch weitere Unternehmen wie Autobauer aktiv auf dem Beatmungs-Markt und fragen weltweit Zulieferteile zur Herstellung von Beatmungsgeräten nach, wird dies die globale Produktionskapazität eher reduzieren als befördern. Das angekündigte Engagement der Autobauer birgt nämlich ein weithin unterschätztes Problem: Mit jedem weiteren Hersteller wird die ohnehin kritische Komponentennachfrage auf dem Weltmarkt zusätzlich verschärft. Das erschwert es den etablierten Herstellern, die über Know-how und Zulassungen verfügen, ihre Kapazitäten zu steigern. Resmed appelliert daher an die Automobilhersteller, zu prüfen, ob sie nicht selbst durch den Bau von kritischen Komponenten wie Filtern, Schläuchen oder Akkus unterstützen können.

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Medtech-Branche

[Mi 29.04.2020, 09:50] Das Münchner Software-Start-up Climedo Health hat ein Whitepaper zum Thema „Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Medtech-Branche“ veröffentlicht. Das Whitepaper analysiert vier wesentliche Bereiche, die sich aufgrund der Pandemie stark verändern bzw. verändert haben. Kaum eine Branche ist vom Coronavirus-Ausbruch unbetroffen geblieben. Dazu zählt ganz klar auch der Medtech-Sektor, der im Kampf gegen das Virus viele der lebensnotwendigen Geräte und Produkte herstellt. Gekoppelt mit Störungen in den globalen Lieferketten hat die hohe Nachfrage in einigen Bereichen (persönliche Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte) zu massiven Engpässen geführt. Mit diesem Thema beschäftigt sich der erste Teil des 13-seitigen Berichts von Climedo Health. Im zweiten Teil werden andere Medtech-Bereiche analysiert, die aufgrund der Pandemie vorübergehend starke Rückgänge in der Nachfrage erleben, wie etwa Instrumente für planbare Eingriffe, die derzeit aus Kapazitätsgründen häufig verschoben werden. Daraufhin werden einige innovative Diagnostik- und Behandlungsbeispiele beleuchtet, die für Unternehmen als Inspiration dienen könnten. Abschließend werden die Folgen für die EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) betrachtet, die unter anderem aufgrund von Covid-19 verschoben wurde.

Höchste Priorität für kritische Komponenten

[Mi 29.04.2020, 08:07] Powerbox, eines der größten Stromversorgungsunternehmen Europas, arbeitet nicht nur intensiv daran, die Risiken des Covid-19 für das eigene Umfeld zu minimieren, sondern stellt auch sicher, dass sein Kundensupport und Service ohne Unterbrechung weitergeführt wird. PRBX Standard- und kundenspezifische Stromversorgungslösungen werden in medizinischen Geräten wie Beatmungsgeräten, Infusionspumpen, Patientenfernüberwachung, Anästhesiegeräten, Ultraschall-, MRT- und mobilen Röntgengeräten und vielen anderen Geräten eingesetzt. Ohne diese Netzteile funktioniert nichts. Daher ist das Netzteil eine kritische Komponente in all diesen Geräten. Um die Fortführung der Geschäfte in diesen schwierigen Zeiten zu gewährleisten, hat PRBX eine spezielle Covid-19 Task Force eingerichtet, die höchste Priorität auf das Geschäftsfeld der medizinischen Geräte legt und gleichzeitig die Aufrechterhaltung der gewohnten Abläufe für alle Kunden im Blick haben soll.

Medtec Live 2020 als virtuelles Event geplant

[Di 28.04.2020, 15:54] Im Zuge der weiterhin geltenden umfassenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus hat die Medtec Live GmbH die Medtec Live im Verbund mit dem Medtech Summit Congress & Partnering im Messezentrum Nürnberg nun abgesagt. Als Alternative wird derzeit eine digitale Veranstaltung geprüft und geplant. Das virtuelle Event soll aus Webcasts, digitaler Präsenz von Unternehmen und Matchmaking-Angeboten bestehen und vom 30. Juni bis 2. Juli 2020 laufen. Mehr dazu hier.

Hermle durch Corona beeinträchtigt

[Di 28.04.2020, 14:02] Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG rechnet im Geschäftsjahr 2020 wegen der verschärften Auswirkungen der Covid-19-Pandemie mit größeren Einbußen und erwartet derzeit, dass der Konzernumsatz um rund 50 Prozent und das Ergebnis hierzu überproportional abnehmen könnten. Bereits im März hatte der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller einen Umsatzrückgang von bis zu einem Drittel sowie eine entsprechend überproportionale Ergebnisverringerung prognostiziert und angesichts der extremen Unsicherheit eine stärkere Korrektur nicht ausgeschlossen. Aufgrund der nach wie vor unklaren künftigen konjunkturellen Entwicklung sind weiterhin Abweichungen von der Prognose sowohl nach oben als auch nach unten möglich.

Dank der großen Flexibilität durch das Konzept des atmenden Unternehmens konnte Hermle rasch auf die Pandemie reagieren und hat die Produktion wegen Störungen beim Warenverkehr und zum Schutz der Mitarbeiter bereits im März/April 2020 für drei Wochen stillgelegt. Hierzu wurden die Gleitzeitkonten der Mitarbeiter, die aus den starken Vorjahren gut gefüllt waren, weitgehend abgebaut. Seit Ostern läuft die Fertigung wieder im Normalbetrieb, ab Anfang Mai wird aber auch Hermle Kurzarbeit einführen und voraussichtlich vor allem im zweiten Halbjahr erneut produktionsfreie Wochen einlegen. Ersatzteilversorgung, Service und Vertrieb stehen den Kunden stets zur Verfügung.

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