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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Medtech-Unternehmen erwarten Umsatzminus / parts2clean abgesagt

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Firmen zum Thema

EU-Parlament stimmt MDR-Verschiebung zu

[Mo 20.04.2020, 07:50] Die vom Europäischen Parlament am 17. April 2020 beschlossene Verschiebung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) ist nach Ansicht des Bundesverbandes Medizintechnologie, BV-Med, „ein wichtiger Schritt, der den Patienten, dem Gesundheitssystem und den Medtech-Unternehmen in Zeiten der Covid-19-Pandemie hilft“. Medizinprodukte können damit noch ein weiteres Jahr unter dem aktuellen Rechtsrahmen in Verkehr gebracht werden.

Massentaugliche „Face Shields“ durch Spritzgussverfahren

[So 19.04.2020, 10:31] Der Energieketten- und Gleitlagerspezialist Igus ist in die Gesichtsschutzproduktion eingestiegen. Das Unternehmen gab bekannt, pro Woche bis zu 10.000 Kopfbänder für „Face Shields“ herzustellen. Mit dieser Aktion reagiert Igus auf die Aufforderung eines 3D-Druck-Unternehmens. Prusa stellte vor kurzem die Anleitung für einen Gesichtsschutz als Download ins Netz, um Unternehmen zu animieren, die „Face Shields“ zu drucken.

Kostenlose Komponenten für Beatmungsgeräte

[Sa 18.04.2020, 16:12] Der Netzteile-Hersteller Puls unterstützt mit der teilweise kostenlosen Lieferung von Netzteilen und DC-USVs die Hersteller von Beatmungsgeräten gegen Covid-19. Erste Projekte wurden in Deutschland, Tschechien und England realisiert. Damit sollen die Initiativen zur schnellen Versorgung der Krankenhäuser mit lebenswichtigen Beatmungsgeräten gefördert werden. Konkret bietet Puls dazu eine effektive Kombination aus einem kompakten 240W DIN-Rail Netzteil mit Medizinzulassung (CP10.241-M1 mit 24V /10A) und der unterbrechungsfreien Stromversorgung vom Typ UBC10.241 mit dem Single-Battery-Concept und der eingebauten Batterie an. In Kürze wird auch eine 24V / 5A Stromversorgung CP5.241-M1 mit Medizinzulassung erhältlich sein. Die kleine Bauform und die sofortige Verfügbarkeit waren für diese Projekte entscheidend. Zusätzlich werden die Fertigungsmengen für diese Produkte trotz der aktuell schwierigen Logistiksituation stark nach oben gefahren.

Präzisionsteile für Beatmungsgeräte

[Fr 17.04.2020, 11:08] Die Hontechnologie der Kadia Produktion GmbH + Co ist ein wichtiges Element in der Herstellung von Beatmungsgeräten für die Intensivmedizin. Die Lohnfertigung des Nürtinger Unternehmens am Standort Homburg/Saar arbeitet inzwischen im Dreischichtbetrieb, um die Herstellung der dringend benötigten Geräte zu unterstützen. Die Honspezialisten bearbeiten Kugelführungen, die sich in den so genannten Voice-Coil-Aktuatoren der Beatmungsgeräte finden. Das sind hoch dynamische elektromechanische Antriebe, welche für eine korrekte Zuführung der Beatmungsluft sorgen. Für den Patienten eine lebenswichtige Funktion. In einem Beatmungsgerät sind mehrere Aktuatoren verbaut.

Rückkehr zum Regelbetrieb

[Fr 17.04.2020, 10:36] Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, hat die Äußerungen von Gesundheitsminister Jens Spahn im ARD-Morgenmagazin und in der RKI-Pressekonferenz unterstützt, schrittweise auch in den Krankenhäusern eine neue Balance zu finden und Operationen wieder aufzunehmen, die die letzten Wochen verschoben wurden. „Wir müssen in den Kliniken wieder zu einem verantwortbaren Regelbetrieb zurückkehren“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Johanniter brauchen Gesichtsschutzschilder

[Fr 17.04.2020, 09:03] Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Die Johanniter brauchen ca. 5.000 Gesichtsschutzschilder. Im Zuge dessen wird nun die AM-Community aufgerufen, um diese mithilfe von 3D-Druck herzustellen. Auch der Verband Medical Goes Additive ruft alle AM-Anwender, Druckhersteller und Druckdienstleister auf, Gesichtsmasken für die Johanniter zu drucken, wenn dies möglich ist. Wer bereit ist, einige dieser benötigten Schilde zu drucken und an die Johanniter zu spenden kann ein Formular ausfüllen.

Video-Sprechstunden sind gefragt

[Do 16.04.2020, 14:46] Kry, nach eigenen Angaben europäischer Marktführer im Bereich Telemedizin, verzeichnet eine stark gewachsene Nachfrage von Ärzten, Video-Sprechstunden anzubieten: Europaweit arbeitet Kry nun bereits mit über 2.000 Ärzten zusammen. Um das derzeit angespannte Gesundheitssystem zu entlasten und neue Kapazitäten zu erschließen, erweist sich Telemedizin als wichtiger Beitrag. Der Bedarf nach medizinischem Rat – ob im Kontext von Corona oder aufgrund anderer Anliegen – ist vorhanden: die Zahl der Videotermine auf Kry ist von Februar auf März in Deutschland um über 350 Prozent gestiegen.

Task Force für Medtech-Hersteller

[Do 16.04.2020, 13:00] Neben umfassenden Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit hat die Würth Elektronik Ei-Sos Gruppe eine Task Force ins Leben gerufen, um die bevorzugte Versorgung von Herstellern medizinischer Geräte zu gewährleisten. Als einer der größten europäischen Anbieter von Elektronikbauteilen will das Waldenburger Unternehmen damit gewährleisten, dass die Produktion weltweit dringend benötigter Medizintechnik weiter ausgebaut werden kann. „Einige unserer Elektronikbauteile sind wichtige Komponenten in der Medizintechnik, teilweise auch im Bereich der Intensivmedizin. Unsere Task Force ist die zentrale Anlaufstelle für Medizintechnikhersteller und Unternehmen, die aktuell ihre Fertigung auf dringend benötigte Geräte umstellen. Die Task Force arbeitet eng mit diesen zusammen, ermittelt deren vielfach stark gewachsenen Bauteilebedarf und priorisiert die entsprechenden Auslieferungen“, so Oliver Konz, CEO der Würth Elektronik Ei-Sos Gruppe.

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