Electronica 2018

Video zur Medizinelektronik der Zukunft

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Zu den Fokusthemen der Electronica 2018 zählten Blockchain, Künstliche Intelligenz sowie Medical Electronics. Auf der ersten Electronica Medical Electronics Conference haben Forscher der TU München über biomedizinische Elektronik berichtet, die einen maßgeblichen Innovationssprung in der Patientenversorgung leisten könnte.

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Ein zentrales Thema der Electronica 2018: künstliche Intelligenz.
Ein zentrales Thema der Electronica 2018: künstliche Intelligenz.
(Bild: Messe München)
  • Elektronik und Medizin intelligent zusammenführen
  • Gelungene Premiere der Electronica Medical Electronics Conference
  • Ärzte und Elektroniker diskutieren über die Medizin der Zukunft
  • 80.000 Besucher auf der Electronica 2018

Medizin trifft Elektronik: Auf der Electronica Medical Electronics Conference (eMEC) haben Ärzte und Elektroniker über die Medizin der Zukunft diskutiert. Unter der Fragestellung „The Connected Human: Healthier thanks to electronics and data?“ widmete sich Oliver Hayden, Leiter Lehrstuhl für Biomedizinische Elektronik an der Technischen Universität München, dem Thema. Und zieht eine positive Bilanz: „Das eMEC-Format mit mehreren Bühnen in unmittelbarer Nähe war erfrischend und eine elegante Möglichkeit, den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, zu lernen, sich zu treffen und zu unterhalten. Ich freue mich auf die nächste Medical Electronic Conference.“

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Wie sich Elektronik und Medizin so zusammenführen lassen, dass Patienten davon profitieren, zeigen Hayden und sein Kollege Prof. Dr. Bertram Wolfrum von der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik an der TU München sprechen, in einem Podcast über die Medizinelektronik. Ihre Thesen: Visionär wäre es, wenn man Implantate sensorieren könnte. Biomedizinische Elektronik könnte dann einen ganz maßgeblichen Innovationssprung in der Patientenversorgung leisten. Wenn sich außerdem eine möglichst weiche, dehnbare Elektronik bauen bzw. 3D-drucken ließe, könnte man diese gut mit biologischem Gewebe integrieren.

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Über 3.100 Electronica-Aussteller aus mehr als 50 Ländern gaben vom 13. bis zum 16. November 2018 auf dem Münchner Messegelände mit ihren Lösungen und Produkten einen Ausblick auf die Elektronik der Zukunft. Nach vier Messetagen zeigt sich Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, über das Rekordergebnis sehr zufrieden: „Mit acht Prozent mehr Ausstellern, einem zehnprozentigen Besucherwachstum und einer Flächenvergrößerung von über 20 Prozent ist die Electronica der wichtigste Treffpunkt der Elektronikbranche.“

Im Hinblick auf den wachsenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz im alltäglichen Leben hebt Kurt Sievers, President NXP & CEO NXP Semiconductors Germany, das diesjährige Electronica-Motto „Connecting everything – smart, safe & secure“ hervor: „Zum einen benötigt Künstliche Intelligenz eine funktionierende Infrastruktur für die Kommunikation. Auf der anderen Seite werden sich Verbraucher nur auf Künstliche Intelligenz einlassen, wenn sie an das Thema mit dem Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens herangehen können.“

CEO-Roundtable im Zeichen von Künstlicher Intelligenz

Am ersten Messetag diskutierten namhafte Branchenvertreter über die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Elektronik. Zu den Teilnehmern der Talkrunde zählten Jean-Marc Chery (ST-Microelectronics), Dean Ding (Alibaba), Alexander Kocher (Elektrobit), Reinhard Ploss (Infineon), Walden Rhines (Mentor Graphics) sowie Kurt Sievers (NXP). Im Rahmen des CEO-Roundtable betonte Reinhard Ploss die Notwendigkeit einer nachhaltigen Herangehensweise beim Thema Künstliche Intelligenz: „Wir haben eine ganze Reihe starker Industrien in Deutschland. Überall dort wird Künstliche Intelligenz einziehen und bestehende Dinge sowohl ergänzen als auch ersetzen. Daher ist es wichtig, eine KI-Strategie zu entwickeln, um eine digitale Industrie in Deutschland und Europa zu etablieren.“

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Höhepunkt war in diesem Zusammenhang die Eröffnung am ersten Messetag durch den US-Ökonom Jeremy Rifkin. In seinem Vortrag stellte er klare Forderungen an den Umgang mit Künstlicher Intelligenz: „Wir müssen verstehen, wofür man KI nutzen kann und wofür nicht. Big Data spielt eine große Rolle bei der Kommunikation, in der Energie und im Transport. In diesen Bereichen macht KI Sinn, um effizienter zu werden und Kosten zu senken.“

80.000 Fachbesucher aus über 80 Ländern kamen nach München. Die nächste Electronica findet von 10. bis 13. November 2020 in München statt.

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