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Pack 2000 | Antalis Verpackungen digital entwickeln

Redakteur: Peter Reinhardt

Die Vorteile der digitalen Verpackungsentwicklung liegen auf der Hand. Sie sollte grundsätzlich parallel zur Produktentwicklung erfolgen, ist maßgeschneidert auf die konkreten Anforderungen und steht sofort zur Verfügung. Eine umfassende Beratung und Analyse im Vorfeld ist dabei unerlässlich.

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Bild 1: Mit digitaler Entwicklung lassen sich Verpackungen auch ganz ohne Produktmuster konstruieren
Bild 1: Mit digitaler Entwicklung lassen sich Verpackungen auch ganz ohne Produktmuster konstruieren
(Bild: Pack 2000 | Antalis)

Die Entwicklung eines medizintechnischen Gerätes ist aufwändig. Damit es seinen Einsatzort sicher erreicht, ist jedoch noch eine Verpackung nötig, die das Gerät auf seinem Transportweg schützt. Verpackungsunternehmen wie Pack 2000 sorgen dafür, dass rechtzeitig eine geeignete Verpackung zur Verfügung steht. Mit digitaler Verpackungsentwicklung kann dies sogar schon parallel zur Produktentwicklungsphase erfolgen, so dass die Verpackung pünktlich zur Fertigstellung des Produktes bereit steht (Bild 1).

Das Anforderungsprofil individuell definieren

Michael Bundschuh, Entwicklungsleiter des Unternehmens, sagt dazu. „Zunächst einmal ist es wichtig, die genauen Anforderungen an die Verpackung zu kennen.“ Daher beginnt die Arbeit stets mit einer umfassenden Beratung und Analyse der Ist-Situation. Dabei wird zunächst geklärt, was genau sich der Kunde von der Verpackung erwartet. Beispielsweise haben Kunden mehrere unterschiedliche Varianten eines Produktes, die alle mit der gleichen Verpackungslösung verpackt werden sollen. Oder es geht darum, das Verpacken zu vereinfachen oder zu beschleunigen. Auch die Themen Lager und Transport spielen hier eine wichtige Rolle.

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„Wissen wir, was die Verpackung leisten soll, können wir an die Entwicklung gehen“, erklärt der Entwicklungsleiter. Für eine digitale Entwicklung werden hierfür die 3D-Daten benötigt. „Sie sagen allerdings noch nichts darüber aus, wie empfindlich das Produkt an unterschiedlichen Stellen ist. Dies ist aber essentiell, um eine Schutzverpackung zu entwickeln.“ Daher darf eine ausführliche Beschreibung des Produktes nicht fehlen. Diese muss beispielsweise beinhalten, aus welchem Material die unterschiedlichen Teile gefertigt sind, wie beweglich oder flexibel sie sind, wie das Innenleben konstruiert ist, wie stoßempfindlich das Produkt an sich ist und wie empfindlich die einzelnen Teile sind. Darüber hinaus sind auch Informationen wie der Transportweg sowie die Hitze- bzw. Feuchtigkeitsempfindlichkeit wichtig, um die richtigen Verpackungsmaterialien auszuwählen.

Stehen diese Daten und Informationen fest, beginnen die Entwickler mit der eigentlichen Entwicklung der Verpackung. Dazu erstellen sie zunächst ein erstes Konzept anhand der 3D-Daten, das dem Kunden zur Evaluierung vorgestellt wird. Anschließend können gegebenenfalls noch Änderungen vorgenommen werden, wenn Anpassungen gewünscht oder sich Details des Produkts verändert haben. „Spätestens vor der Freigabe der Produktionsmittel für die Verpackung sollte die Verpackung jedoch anhand eines realen Prototypen des Produktes getestet werden“, rät Michael Bundschuh. „Denn bestimmte Dinge wie zum Beispiel die Eintauchtiefe von Produkten in elastische Polstermaterialien bei einem Fall können bei einer reinen 3D-Entwicklung nur unzureichend abgeschätzt werden, besonders dann, wenn das Produkt gekrümmte Raumgeometrien aufweist.“

Den Verpackungsaufwand senken

Die Frage, wann man am besten mit der Verpackungsentwicklung beginnt, hängt vom Einzelfall ab. Wenn es sich um ein Einzelprodukt handelt, kann eine Entwicklung nur wenige Tage in Anspruch nehmen. Geht es um eine große Produktvielfalt, die mit einem kompletten Gesamt-Verpackungskonzept verpackt werden soll, dauert dies erheblich länger. „Die Tatsache, dass beispielsweise ein komplexes Gerät verpackt werden muss, wird bei dessen Entwicklung oftmals vernachlässigt, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass es nur mit extrem aufwändigen und teuren Verpackungen geschützt werden kann. Werden wir rechtzeitig mit in die Entwicklung einbezogen, können wir mit der Erfahrung eines Verpackungsspezialisten unterstützen.“

Gerade im medizintechnischen Bereich ist es sinnvoll, frühzeitig mit der Verpackungsentwicklung zu beginnen, da oftmals aufwändige Prüfungen der Verpackungen nötig sind. Letztendlich kann eine digitale Verpackungsentwicklung dadurch, dass sie bereits parallel zur eigentlichen Produktentwicklung laufen kann, dem Kunden einen immensen Zeitvorteil bieten. So kann die Verpackung bereits getestet werden, sobald der Prototyp des Produktes fertiggestellt ist und die fertige Verpackung steht pünktlich bereit, wenn das Gerät in Serie geht.

Kontakt:

Pack 2000 | Antalis

D-84034 Landshut

www.pack2000-antalis.de

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