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Vernetzte Maßnahmen schützen vor Produktpiraterie

| Redakteur: Peter Reinhardt

Zum Tag der gewerblichen Schutzrechte am 6. Juli ist auf einer Veranstaltung des Regierungspräsidiums über die Bedrohung durch Plagiate und Fälschungen informiert worden. Jedes Jahr verliert die deutsche Industrie rund 50 Milliarden Euro durch Produkt- und Markenpiraterie, schätzt das Bundeswirtschaftsministerium.

»Viele innovative und namhafte Hersteller aus Süddeutschland befinden sich längst im Fadenkreuz von Piraten. Längst beschränkt sich das nicht mehr auf Luxusuhren, sondern betrifft Gebrauchs- und Investitionsgüter aus quasi allen Branchen«, so Dr. Tim Karg, Leiter des Anti-Piraterie-Teams der Tübinger Karg und Petersen Agentur für Kommunikation. Er informierte auf Einladung des Informationszentrums Patente über die Piraterie-Bedrohung und Möglichkeiten, den eigenen Schutz zu verbessern. »Klassische Maßnahmen wie juristische Schritte, fälschungsresistente Verpackungen und Sicherheitsetiketten sind wichtig - aber vor allem bei Informationsmanagement und Kommunikation finden sich ungenutzte Optimierungspotenziale«, so Karg.

Er erklärte, dass für einen effizienten Piraterieschutz miteinander vernetzte Maßnahmen notwendig sind, die genau auf die individuelle Situation eines Unternehmens abgestimmt werden. »Kommunikation kann etwa helfen, die Wirkung einer erfolgreichen Razzia zu multiplizieren - so erfahren die Händler vor Ort, welche Konsequenzen Geschäfte mit Fälschern haben können. Gleichzeitig werden Kunden durch Berichte in der Fachpresse über die Gefahren von Piraterieprodukten aufgeklärt.« Karg präsentierte außerdem eine Studie, eine Umfrage unter Industrieunternehmen der unterschiedlichsten Branchen zur Piraterie; sie steht im Internet als kostenloser Download zur Verfügung.

Kontakt::

Karg und Petersen Agentur für Kommunikation GmbH D-72074 Tübingen www.karg-und-petersen.de/apc