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Devicemed Award zur Compamed 2016 Und das sind die Gewinner ...

Autor Kathrin Schäfer

Drei Trophäen hatte Devicemed-Chefredakteur Peter Reinhardt in diesem Jahr zu vergeben. Zwei der drei Preisträger haben die Besucher der Compamed, die Leser von Devicemed und die Mitglieder der Xing-Gruppe Medizintechnik gekürt.

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Gruppenfoto mit allen Nominierten und Siegern des Devicemed Awards zur Compamed 2016.
Gruppenfoto mit allen Nominierten und Siegern des Devicemed Awards zur Compamed 2016.
(Bild: Schäfer / Devicemed)

Seit Montag dreht sich in Düsseldorf alles um die Medizin – und die Medizintechnik. Am Mittwoch, dem dritten Messetag von Compamed und Medica, wird es dann richtig spannend in den Hallen 8a und 8b. Denn im Laufe des Nachmittags wird zunehmend klarer, welche Firmen sich beim Devicemed Award zur Compamed 2016 durchgesetzt haben.

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Wer sind die Gewinner der begehrten Trophäe? Drei Firmen dürfen sich am Mittwochabend über die begehrte Auszeichnung freuen. Und nicht nur für sie, auch für die Award-Jury ist es in diesem Jahr besonders aufregend, denn während sie den Gewinner in der Kategorie Medtech Pioneer selbst kürt, obliegt es dem Messepublikum, der Leserschaft von Devicemed sowie den Mitgliedern der Xing-Ambassador Group Medizintechnik, von jeweils drei Nominierten die besten Aussteller der Compamed 2016 zu wählen.

Unter sechs Nominierten wählt das Publikum zwei Sieger

Zu den Nominierten in der Kategorie Applications, einem Preis für Aussteller, die an innovativen Medtech-Anwendungen entscheidend mitgewirkt haben, gehören folgende Unternehmen:

  • Covestro: PU-Schaum und thermoplastische Folie als Träger für Wearables, die wie ein Pflaster auf die Haut geklebt werden präsentiert Covestro. Fokus: deutlich mehr Patientenkomfort und Prozesseffizienz in einem absoluten Wachstumsmarkt. Hier in dieser Applikation verschmilzt Materialkompetenz mit Consumer Electronics.
  • Igus: Der Motion-Plastics-Spezialist Igus bietet im Rahmen seines 3D-Druckservices neben dem FDM-Verfahren nun auch das selektive Lasersintern (SLS) mit verschleißfesten Hochleistungskunststoffen an. So entstehen kostengünstig hochfeste Bauteile mit komplexen Geometrien. Als Kombination des Besten aus zwei Welten werden zudem 3D-gedruckte Spritzgusswerkzeuge als kostensparende Alternative für Serien bis 500 Stück gefertigt.
  • Meko: Mit Resoloy präsentiert Meko eine patentierte, bioresorbierbare Magnesiumlegierung für Stents und somit eine Alternative zu Polymeren. Der Auftragsfertiger stellt medizinische Komponenten mit engen Toleranzen und einer perfekten Oberflächenqualität her. Mit optimierten Produktionsprozessen lasert Meko Schnitte und Löcher bereits in einer Größe ab 2 μm bei Genauigkeiten im μm-Bereich.

Auf der Shortlist in der Kategorie „Suppliers“ stehen folgende Firmen:

  • BGS Die Kombination aus neuen Anlagen und Technologien, ganz nahe am Kunden – das zeichnet den Bestrahlungsdienstleister BGS aus. Dabei wird neben der klassischen Gammabestrahlung vermehrt die vergleichsweise junge Betabestrahlung ohne radioaktives Material vorangetrieben. In jüngster Zeit wurden zahlreiche Investitionen in den Medtech-Ballungszentren Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen getätigt.
  • Concept Laser Mittels Laserschmelzen beziehungsweise additiver Fertigung werden in der Medizintechnik längst nicht mehr nur Prototypen, sondern auch individuelle Implantate ab Losgröße 1 oder Kleinserien hergestellt. Bei der Mlab Cusing 200R von Concept Laser wurde die Laserleistung auf 200 Watt verdoppelt, der Bauraum um 23 Prozent auf eine Fläche von 100 x 100 mm2 (x,y) vergrößert sowie das Bauvolumen um 54 Prozent gesteigert.
  • KNF: Um mit einer neuen Membranpumpe wertschöpfende Vorteile für die Hersteller von Autoklaven erzielen, hat KNF Herstellern und Nutzern über die Schulter geschaut und alle bisherigen Ansätze hinterfragt. Herausgekommen ist eine Lösung mit universellen Geometrien für Mechanik, Pneumatik und Elektrik, deren Saugvermögen von <500 mbar absolut bis zum Endvakuum direkt den Prozess beschleunigt.

Gewonnen hat zum einen die Firma Meko, sie konnte sich in der Kategorie „Applications“ gegen die anderen beiden Bewerber durchsetzen. In der Kategorie „Suppliers“ ist es die Firma BGS, die im Votum siegte und damit den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Die Kriterien für beide Kategorien lauteten Grad der technischen Innovation, Wirtschaftlichkeit, Design und Usability sowie Service.

Die Schott AG ist Medtech Pioneer 2016

Während die Jury die Wahl der beiden Sieger in den Kategorien „Applications“ und „Suppliers“ also aus der Hand gab, hat sie den „Medtech Pioneer 2016“ selbst gekürt. Die Auszeichnung nahm mit der Schott AG aus Mainz ein Zulieferer wie gleichermaßen Hersteller medizintechnischer Produkte entgegen. Für die Jury stand hierbei also nicht ein nur ein einziges Produkt im Mittelpunkt. Beeindruckt hat vielmehr, wie mit Glas und Licht immer wieder neue – nicht selten wegweisende – Anwendungsmöglichkeiten geschaffen wurden und werden, unter anderem in den Bereichen Chirurgie, Dentalgeräte, Endoskopie, Medizinelektronik und Röntgen.

Ein Beispiel: Im Zuge der Entwicklung von Wearables stellt sich die Frage, wie man ein Smartphone ums Handgelenk biegt, ohne dass dabei Display, Kamera, Chip oder Akku brechen. Schott hat hierauf eine Antwort: ultradünnes Glas, das gerade mal so dünn wie ein menschliches Haar ist – und doch extrem stabil. Damit ist es als Abdeckung für biegbare Displays prädestiniert. Ebenso als Träger- oder Trennmaterial für die elektronischen Bauteile in Smartphones – oder eben Wearables. 25/1000 mm Dicke sind ein Glasweltrekord, für den Schott in diesem Jahr bereits mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet wurde.

Auf dem Schott-Messestand steht präzise gesteuertes und kontrolliertes Licht im Fokus. Die neue LEDgine 4 zum Beispiel koppelt LED-Licht höchster Leistung effizient in dünnste Glasfaserbündel ein. Die Solidur-Familie ermöglicht mit sterilisierbaren LED-Produkten kundenspezifische Lösungen für Endoskope oder Chirurgie-Instrumente. Und die Strahlenschutzgläser RD 30und RD 50 bieten teils einzigartige Vorteile für den Schutz vor Röntgenlicht.

Es ist also die Summe an Komponenten und Kompetenzen, die Schott zu einem echten Medtech Pioneer machen. Insofern gebührt die Auszeichnung nicht nur den auf der Compamed vertretenen Geschäftsfeldern Lighting and Imaging, Advanced Optics und Electronic Packaging, sondern allen Unternehmensbereichen.

Weitere Artikel über die Compamed finden Sie in unserem Special.

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