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Ultrakurzpulslaser für die Handhabung von Halbzeugen

Redakteur: Peter Reinhardt

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Bei der Herstellung von medizintechnischen Implantaten aus rohrförmigem Halbzeug kommt bislang meist das Laserschmelzschneiden mit µs-Pulsdauern zum Einsatz. Auch bei bestmöglicher Konfiguration hinterlässt dieses Schneidverfahren Grate speziell im schlecht zugänglichen Rohrinneren.

Diese müssen manuell durch Räumen entfernt werden, bevor ein chemischer Ätzvorgang die Oxidschichten entfernt und elektrochemische Politur die Schnittflächen verrundet. Das in diesem Bereich eingesetzte „Nitinol“-Material, (Formgedächtnislegierung) lässt sich nur mit sehr hohem Ausschuss chemisch oder mechanisch nachbearbeiten. Der Ultrakurzpulslaser von Rofin-Sinar reduziert die Nachbearbeitung auf eine einfache Reinigung, basierend auf Ultraschall.

Dies spart Kosten und senkt den Ausschuss, besonders bei diesen empfindlichen Werkstoffen. Bioresorbierbare Stents stehen im Zentrum zahlreicher Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen. Dafür in Frage kommende bioresorbierbare Kunststoffe, wie Polylactide oder Polyglykolide, können aufgrund ihrer niedrigen Schmelzpunkte und schlechter Absorption mit klassischen Schneidlasern nicht bearbeitet werden. Zu hoch sind der Wärmeeintrag ins Material und die daraus resultierenden Materialveränderungen. Mittels des Lasers konnten dagegen bereits Stents mit perfekten Kanten und Präzision aus diesen Kunststoffen geschnitten werden.

Kontakt::

Rofin Baasel Lasertech D-82319 Starnberg www.rofin.com