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Forschung Übertragung von Bewegungssignalen an die Muskulatur

| Redakteur: Ira Zahorsky

Ein Team von Wissenschaftlern der Westsächsischen Hochschule Zwickau, des Fraunhofer IWU und der Uniklinik Leipzig sucht nach Wegen, um die Folgen von Querschnittlähmungen zu mindern.

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Eileen Stark bereitet Dominik Wetzel für eine Messung mit EEG vor. Die beiden Nachwuchsforscher gehören zum Team aus Wissenschaftlern der WHZ, dem Fraunhofer-Institut und Uniklinik Leipzig
Eileen Stark bereitet Dominik Wetzel für eine Messung mit EEG vor. Die beiden Nachwuchsforscher gehören zum Team aus Wissenschaftlern der WHZ, dem Fraunhofer-Institut und Uniklinik Leipzig
(Bild: Westsächsische Hochschule Zwickau)

Das Team arbeitet an der Entwicklung eines Systems, das eine routinemäßige Versorgung querschnittgelähmter Patienten ermöglichen soll. Dabei greifen die Wissenschaftler auf theoretische Vorarbeiten von Dr. Dirk Winkler von der Uniklinik Leipzig im Bereich funktionaler Hirnchirurgie zurück. Der Experte auf dem Gebiet der Tiefenhirnstimulation wird das Projekt auch begleiten.

Das Forschungsprojekt soll eine Übertragung von Bewegungssignalen an periphere Nerven der Extremitätenmuskulatur realisierbar machen. Dafür sollen die Signale im Gehirn mittels EEG registriert und ein Mapping der Hirnrinde ermöglicht werden. Für die Generierung der Signale wird ein Trainingsprogramm erstellt, die Verarbeitung der Signale wird erforscht und dafür eine eigene Analysesoftware entwickelt. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Bewegungsmuster erstellt. Erste Messungen mit einem EEG-Gerät wurden an Probanden aus den eigenen Reihen der Forscher bereits durchgeführt.

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Die messtechnische Verwertung von Biosignalen ist nicht einfach. Es müssen geeignete Analyseverfahren ausgewählt, umgesetzt und gleichzeitig Trainingsprogramme für Probanden konzipiert werden. Auch „richtiges Denken“ muss erlernt werden. Wichtig sind reproduzierbare Hirnaktivitäten, welche eine automatisierte Erkennung durch Algorithmen erlauben und eine verlässliche Identifikation ermöglichen. Die richtige Aktion basiert auf definierten Gedanken.

Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt hat ein Volumen von 1,2 Millionen Euro und wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Projektträger ist die Sächsische Aufbaubank.

Dieser Artikel ist erschienen auf www.egovernment-computing.de.

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