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Treibstoff für Innovationen

| Autor / Redakteur: Dr. André Zimmermann / Peter Reinhardt

Kleine und mittelständische Unternehmen der Medizintechnikbranche stehen in Deutschland vor großen Herausforderungen. Doch Wachstumsfinanzierer stärken sie im Kampf gegen ein hochkomplexes Gesundheitssystem, hohe Kosten für klinische Studien, geringen Schutz vor Nachahmern und die fehlende Garantie, dass eine medizintechnische Innovation ihren Weg in das Erstattungssystem der Krankenkassen findet.

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Bild 1 | Dr. André Zimmermann: „Junge Medizintechnikunternehmen sind häufig auf Wachstumskapital angewiesen.“
Bild 1 | Dr. André Zimmermann: „Junge Medizintechnikunternehmen sind häufig auf Wachstumskapital angewiesen.“
(Bild: SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement)

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind die treibende Kraft für innovative Medizintechnikprodukte. Sie haben eine tragende Rolle für ein modernes Gesundheitswesen und die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik inne. Im vergangenen Jahr beschäftigte sich der Nationale Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“, eine Initiative der Bundesregierung, mit diesen Herausforderungen und entwickelte Lösungsansätze. Dabei wurde deutlich: Wachstumsfinanzierer sind wichtig.

Hohes finanzielles Risiko für innovative Firmen

Denn Wachstumsfinanzierer leisten einen entscheidenden Beitrag, um innovative Medizintechnik-KMU erfolgreich zu machen. Doch wie genau profitieren die Unternehmen von einer Zusammenarbeit?

Forschung und Entwicklung erfordern in der Medizintechnik sehr hohe Investitionskosten. Zwar wird die angewandte Forschung in Deutschland umfangreich gefördert, meist jedoch nur bis zum Bau eines technischen Demonstrators.

Die anschließende Entwicklungsphase gestaltet sich komplex. Ihre schwache Eigenkapitalsituation macht es für die Mehrzahl der KMU schwer, die erforderlichen Finanzmittel aufzubringen. Insbesondere die Finanzierung von klinischen Studien ist eine hohe Hürde im Innovationsprozess.

Junge Medizintechnikunternehmen sind deshalb auf Wachstumskapital angewiesen – auch weil Bankkredite wegen des verhältnismäßig hohen Risikos nicht zur Verfügung stehen. Mit Hilfe von langfristig engagierten Wachstumsfinanzierern sind sie in der Lage, ihre medizintechnische Innovation zur Marktreife zu entwickeln.

Fehlschläge mangels Orientierung und Erfahrung

Zudem profitieren die Unternehmen von der Erfahrung eines Brancheninvestors, der gemeinsam mit ihnen die zahlreichen Klippen auf dem Weg zum Markt umschifft. Als Treibstoff für medizintechnische Innovationen übernimmt Wachstumskapital damit auch eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion für das Gesundheitssystem.

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