Precision Micro

Titanbearbeitung in medizintechnischer Präzision durch Ätzen ermöglicht

| Redakteur: Stéphane Itasse

Mittels Ätztechnik lassen sich Titanbauteile präzise bearbeiten, zum Beispiel für Implantate.
Mittels Ätztechnik lassen sich Titanbauteile präzise bearbeiten, zum Beispiel für Implantate. (Bild: Daniel Buxton Photography)

Aufgrund des großen Erfolges auf der Medtec 2016 nimmt der Ätztechnik-Spezialist Precision Micro aus Birmingham, England, erneut an der Fachmesse für Medizintechnik in Stuttgart teil. Vom 4. bis 6. April präsentiert das Unternehmen seine Angebote im Bereich photochemischer Ätztechnik und Galvanoformtechnik.

Einen Themenschwerpunkt bilden ätztechnisch hergestellte Produkte für den Einsatz in der craniomaxillofazialen Chirurgie (CMF). Dabei handelt es sich um Titanimplantate für den Schädelbereich. Gefertigt werden die Implantate in einer photochemischen Ätzlinie, die den nur schwer formbaren Werkstoff ohne Energieeintrag verarbeiten kann. Diese Produktionslinie ermöglicht auch großvolumige, photochemisch geätzte Serienfertigung. Damit wird unter anderem ab dem vierten Quartal 2017 ein CMF-Entwicklungsauftrag, der auf der Medtec 2016 akquiriert wurde, in die Serienfertigung übergehen, wie das Unternehmen ankündigt.

Titanätzteile wie kraniale Implantate, Komponenten für implantierte Herzschrittmacher oder Mikroteile wie Stecker, Kontakte, Flachfedern und Gitter für Hörgeräte stellen den zweiten Themenschwerpunkt dar. Außerdem werden medizinische Instrumente aus Edelstahl wie Knochensägen sowie Knie- und Hüftimplantate vorgestellt.

Medizinische Produkte aus Titan sind gratfrei, ohne Unebenheiten und verfügen über eine glatte Oberfläche, wie es in der Mitteilung von Precision Micro heißt. Müssen diese Materialeigenschaften erhalten bleiben, bietet die Ätztechnik im Vergleich zu konventionellen Verfahren wie Stanzen, Laser- oder Wasserstrahlschneiden viele Vorteile. So entstehen bei der Bearbeitung keine durch Wärme beeinträchtigten Bereiche, die Spannungen im Produkt nach sich ziehen. Zur Herstellung photochemisch geätzter Produkte werden digitale Werkzeuge verwendet. Das reduziert die Vorlaufzeiten, Designänderungen sind schnell durchführbar und ermöglichen kurze Rüst- und Reaktionszeiten.

Medtec Europe 2017: Halle 1, Stand B28

Dieser Artikel ist erschienen auf www.blechnet.com.

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