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Social Media/ERP

Strategische Vorteile mit Social ERP

| Autor/ Redakteur: Hermann Stehlik / Peter Reinhardt

Strikte Regeln und Social Media scheint wie ein Widerspruch in sich. Doch die Idee von Social ERP könnte diesen auflösen. Als integrierter Teil regel- und rollenbasierter Lösungen für Enterprise Resource Planning (ERP) kann Social Media auch für regulierte Branchen wie die Medizintechnik interessante Perspektiven bieten.

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Kundenbeziehungsmanagement ist fest in den „sozialen“ Alltag integriert. Das erfordert, in Echtzeit mit dem Rest der Wertschöpfungskette verbunden zu sein
Kundenbeziehungsmanagement ist fest in den „sozialen“ Alltag integriert. Das erfordert, in Echtzeit mit dem Rest der Wertschöpfungskette verbunden zu sein
( Bild: Howard Grey/Photodisc/Getty Images )

Social Media als technisch und strategisch kontrollierter Teil von ERP, bietet Chancen und Herausforderungen gleichermaßen. Unternehmen der Medizintechnik können sich mit Social ERP neue Alleinstellungsmerkmale und Vorteile im Wettbewerb schaffen. Allerdings zeigen die Projekterfahrungen von Epicor, dass Unternehmen dafür neue Richtlinien für Sicherheit, beschleunigte Kommunikation und Prozesskontrolle bedenken sollten.

ERP im Wandel

Cloud Systeme, mobile Kommunikation und Web 2.0 entwickeln sich rasant und beeinflussen die technologische Gestaltung von ERP-Systemen. Dabei ist das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) als Teil von ERP fest in den „sozialen“ Alltag der Unternehmen integriert. Das erfordert immer mehr, in Echtzeit mit dem Rest der Wertschöpfungskette verbunden zu sein. So wird modernes ERP zunehmend der strategische Mittelpunkt, um Unternehmen zu steuern, zu verändern und deren Wachstum voranzutreiben. Die Folge daraus ist: Auch regulierte Branchen erleben einen radikalen Wandel in der Kommunikation, ein logischer Schritt dabei ist die Integration von Social Media in ERP.

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Gerade Medizintechnikunternehmen mit ihren strengen gesetzlichen Vorgaben müssen die Gefahren eines schleichenden, unkontrollierten Einzugs von Social Media in ERP-Prozesse vermeiden. Die strategische Planung von Social ERP ist entsprechend wichtig: Strikte Regeln der B2B-Kommunikation im ERP prallen auf eher Intuitions-getriebene Social Media-Gewohnheiten. Daher sollten sich Unternehmen die zentralen kritischen Herausforderungen anhand von Szenarien deutlich machen. Das betrifft die gesamte Kommunikation, ob mit Zulieferern oder Geschäftskunden, mit Partnern in der Produktentwicklung oder den Austausch intern im Unternehmen. Drei Beispiele zeigen, welche Aspekte für Social ERP relevant sein können. So sind Social Media-Technologien zum Beispiel schon seit langem in Forschung und Entwicklung etabliert.

Social Media in Forschung und Entwicklung

Der Austausch in Communities intern in Unternehmen wie auch mit externen Experten ist unverzichtbarer Bestandteil der Problemlösung und Recherche. Da gerade Medizintechnikunternehmen immer mehr mit externen Partnern und Dienstleistern zusammenarbeiten, kann die direkte technische Implementierung von Social Media als Teil bestehender ERP-Systeme die Produktivität deutlich fördern. Beispielsweise indem die Inhalte der Social-Media-Kommunikation so in die bestehenden Unternehmenssysteme eingebunden, gespeichert und archiviert werden, dass sie automatisch Teil der unternehmensweiten und auch rechtlich relevanten Prozesse und Systeme wie Dokumentenmanagement oder Enterprise Search sind.

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