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Partnerschaft Stratasys und Bone 3D forcieren 3D-Druck in französischen Krankenhäusern

Redakteur: Marie Lücke

Stratasys unterzeichnete eine Vereinbarung mit Bone 3D. Via Hospifactory sollen französische Einrichtungen des Gesundheitswesens direkten Zugang zur 3D-Druck-Fertigung von medizinischen Geräten, Hilfsmitteln und anatomischen Modellen vor Ort und zum richtigen Zeitpunkt haben.

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Jérémy Adam, CEO und Gründer von Bone 3D, und Arnaud Toutain, Healthcare Sales and Development Lead Stratasys, freuen sich auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Jérémy Adam, CEO und Gründer von Bone 3D, und Arnaud Toutain, Healthcare Sales and Development Lead Stratasys, freuen sich auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit.
(Bild: Stratasys)

Der 3D Drucker-Hersteller Stratasys gab in einer Pressemitteilung die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem französischen Medizintechnik-Start-up Bone 3D bekannt. Die „Hospifactory-Initiative“ von Bone 3D zielt darauf ab, französischen Gesundheitseinrichtungen eine 3D-Drucktechnologie von Stratasys zur Verfügung zu stellen.

Durch diese sollen Mediziner nun direkten Zugang zu einer sofortigen und kosteneffizienten Möglichkeit erhalten, wichtige medizinische Geräte, medizinische Hilfsmittel und patientenspezifische anatomische Modelle vor Ort in 3D zu fertigen.

Via Hospifactory sollen Enirichtungen des Gesundheitswesens patientenspezifische anatomische Modelle vor Ort in 3D drucken können.
Via Hospifactory sollen Enirichtungen des Gesundheitswesens patientenspezifische anatomische Modelle vor Ort in 3D drucken können.
(Bild: Stratasys)

Gesundheitsdienstleister sollen 3D-Druck-Hardware und -Dienstleistungen von Bone 3D beziehen können und so die Möglichkeit erhalten, ihren eigenen Produktionsbedarf direkt vor Ort zu decken, wobei sie von den firmeneigenen Technikern kontinuierlich unterstützt werden sollen.

Gemäß der Vereinbarung wird das Start-up in neue FDM- und Polyjet-3D-Drucksysteme des Herstellers investieren und diese je nach Anforderung an die einzelnen Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen liefern, die dem Hospifactory-Netzwerk angehören. Bis heute hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits mehr als 30 Stratasys 3D-Drucker erworben.

Beispiele für 3D-Drucksysteme

Der 3D-Druckdienstleister investiert in eine Reihe verschiedener 3D-Druckersysteme von Stratasys. Dazu gehören der 3D-Drucker J750 Digital Anatomy, der anatomische Modelle herstellt, die Reaktionsfähigkeit, Biomechanik und Haptik der menschlichen Anatomie realitätsgetreu nachahmen können sollen, sowie der kürzlich eingeführte kompaktere 3D-Drucker J5 Medi-Jet, ein Vollfarb- und Multimaterialdrucker. Bone 3D soll außerdem mehrere FDM-3D-Drucker der F-Serie für eine Reihe von Anwendungen erworben haben, die robuste, langlebige Teile erfordern.

Das Anwendungsspektrum reicht von der Entwicklung medizinischer Hilfsmittel über Wartungsteile in Krankenhäusern bis hin zur Unterstützung der Patientenrehabilitation, zum Beispiel durch einen Ersatzgriff für einen Rollstuhl.

Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Vergangenheit

Die jüngste Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen beruht auf dem nach eigenen Angaben erfolgreichen Einsatz von 60 FDM-3D-Druckern in Europas größtem Krankenhaussystem, dem Pariser AP-HP (Assistance publique – Hôpitaux de Paris). Mit diesen Geräten konnte im vergangenen Jahr der Kampf gegen Covid-19 an vorderster Front unterstützt werden, so heißt es.

Bone 3D soll die Implementierung, den Betrieb und die Unterstützung der Geräteflotte organisiert haben, wodurch das AP-HP eigene interne Kapazitäten zur Herstellung von lebenswichtiger PSA, elektrischen Spritzenpumpen, Intubationsgeräten und Beatmungsventilen auf Abruf erhalten und die Lücke in der traditionell hergestellten Ausrüstung geschlossen haben soll.

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