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Außenwirtschaftstag

Staatsministerin Pieper: Deutschland zum führenden Exportland machen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Partnerschaften sind ein wichtiger Faktor für ein langfristiges, erfolgreiches Exportgeschäft mit den so genannten „Emerging Markets“. Unternehmen sollten die sich stark entwickelnden Märkte nicht nur als Absatzmärkte wahrnehmen, sondern auch unter strategischen Gesichtspunkten nachhaltig bearbeiten. Dies war ein Ergebnis des Außenwirtschaftstages Medizintechnik & Laborausstattung am 16. Oktober in Berlin.

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Die Eröffnungsrede zum Außenwirtschaftstag war Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, vorbehalten. Sie sieht die Medizintechnikbranche als eine der weltweit am stärksten wachsenden Branchen
Die Eröffnungsrede zum Außenwirtschaftstag war Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, vorbehalten. Sie sieht die Medizintechnikbranche als eine der weltweit am stärksten wachsenden Branchen
( Bild: Spectaris )

Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, hob in ihrer Eröffnungsrede die Medizintechnikbranche als eine der weltweit am stärksten wachsenden Branchen hervor. Ein gemeinsames Ziel von Politik und Wirtschaft sollte es sein, Deutschland zum führenden Exportland zu machen. Qualität und technische Spitzenkompetenz seien weltweit gefragt und die Marke „Made in Germany“ ein Garant dafür.

Service und Know-how werten deutsche Produkte auf

Die Länder, die sich zunehmend abriegeln, wie beispielsweise Brasilien, würden verkennen, dass mit dem Import deutscher Produkte, auch Know-how zur Anwendung der Produkte, in Form von Schulungen des Fachpersonals und Serviceangeboten vor Ort, mit einhergeht. Marktbarrieren bedeuten also auch, dass keine Qualifikation und Kompetenzen ins Land kommen.

Kooperationen fördern Wachstum

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, stellte die Bedeutung der Medizintechnik und der Analysen-, Bio- und Labortechnik und deren Wachstumsfaktoren für den Wirtschaftsstandort Deutschland heraus. Er betonte auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der beiden Ministerien. Die Balance zwischen einer schnelleren Versorgung der Patienten mit neuester Medizintechnik und der Finanzierbarkeit durch das Gesundheitssystem thematisierte Thomas Ilka, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit. Zudem regten die Politikvertreter die Unternehmen zu einem nachhaltigen Dialog mit der Politik an. Dr. Volker Berresheim vom Auswärtigen Amt berichtete von der Entwicklung in politisch schwierigen Märkten und ermunterte die Unternehmen dazu, ihre Präsenz auch in diffizilen Ländern nicht aufzugeben. Zudem riet er, sich zu aktuellen Entwicklungen in den Zielmärkten regelmäßig mit den dortigen Auslandsvertretungen auszutauschen.

Erprobte Strategien fürs Auslandsgeschäft

Als ein herausragender Unternehmer mit langjähriger Expertise im Bereich der Medizintechnik und deren weltweiter Vermarktung berichtete Prof. Dr. Ludwig Georg Braun über Exportstrategien für die Branche. In seiner Keynote gab Braun Anregungen und Ideen für das Auslandsgeschäft und betonte dabei die Bedeutung des deutschen Mittelstandes als wichtige Achse für den Wirtschaftserfolg. Ziel der nächsten Unternehmergeneration werde es sein, sich zum „paneuropäischen“ Unternehmer zu entwickeln.

Das Motto des dritten Außenwirtschaftstags lautete „Kompetenz und Netzwerke für den Hightech-Mittelstand“. Die beiden Veranstalter, der Branchenverband Spectaris und die German Healthcare Export Group (GHE), luden damit zu einem impulsgebenden Dialog zwischen Politik und mittelständischen Unternehmen ins Auswärtige Amt ein.

Kontakt:

Spectaris Industrieverband

D-10117 Berlin

www.spectaris.de

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