Suchen

Schunk Spezialprogramm an Werkzeughaltersystemen für die Mikrozerspanung

| Redakteur: Peter Reinhardt

Medizintechnik, Dentaltechnik oder auch Formenbau sowie Uhren- und Schmuckindustrie – die Anzahl hochpräziser Anwendungen im Bereich der Mikrozerspanung ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Da konventionelle Spannsysteme immer häufiger an Grenzen stoßen, baut Schunk sein Präzisionswerkzeughalterprogramm für die Mikrozerspanung deutlich aus.

Firmen zum Thema

In der Dentaltechnik gewährleistet die Tribos-Polygonspanntechnik höchste Präzision beim Fräsen von Zirkon.
In der Dentaltechnik gewährleistet die Tribos-Polygonspanntechnik höchste Präzision beim Fräsen von Zirkon.
(Bild: Schunk)

Neue Schnittstellen und ein höherer Standardisierungsgrad sollen dazu beitragen, dass Anwender die Prozessstabilität und Wirtschaftlichkeit anspruchsvoller Präzisionsanwendungen spürbar erhöhen können.

Nahezu wartungs- und verschleißfreie Spanntechnik

Die von Schunk entwickelte und patentierte Tribos-Polygonspanntechnik ist speziell im Bereich der Mikrozerspanung bestens geeignet. Mit einer Rundlauf- und Wiederholgenauigkeit <0,003 mm bei einer Ausspannlänge von 2,5 x D und einer 2.5 Wuchtgüte bei 25.000 min-1 erfüllen die HSC-tauglichen Werkzeughalter der Tribos-Familie höchste Anforderungen. Sie sind für alle Werkzeugschäfte in h6-Qualität geeignet und je nach Typ mit bis zu 205.000 min-1 getestet. Da die Aufnahmen ohne bewegliche Teile arbeiten, sind sie mechanisch unempfindlich und gewährleisten nahezu wartungs- und verschleißfreie Spannung. Auch nach mehreren Tausend Spannvorgängen tritt keinerlei Materialermüdung auf – ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Spanntechnologien, deren Rundlaufgenauigkeit im Laufe der Zeit zum Teil deutlich abnimmt. Hinzu kommt dass der Werkzeugwechsel bei Tribos mit Hilfe einer hydraulischen Spannvorrichtung innerhalb weniger Sekunden erledigt ist.

Bildergalerie

Highperformer für die 5-Achs-Bearbeitung

„Mit dem Spezialprogramm für die Mikrozerspanung reagiert Schunk auf die stark gestiegene Nachfrage“, erläutert Heinold Kostner, Leiter Produkt- & Portfoliomanagement Spanntechnik bei Schunk in Lauffen. „Viele Anwender haben erkannt, dass sie mit der hohen Absolutgenauigkeit und Dynamik sowie mit den guten Steifigkeits- und Dämpfungswerten von Tribos beste Oberflächengüten und lange Werkzeugstandzeiten erzielen. Unser Ziel war es, das Standardprogramm in einem einzigen Schritt so weit auszubauen, dass möglichst viele dieser Anfragen von vornherein abgedeckt sind.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: So wird es den für rasante Mikroanwendungen konzipierten Tribos-Mini in Kürze auch für die zukunftsweisende Highspeed-Spindel-Schnittstelle HSK-E 20 geben. Nach Ansicht von Schunk ist die neu genormte Schnittstelle aufgrund ihrer Genauigkeit bei hohen Drehzahlen vielen Steilkegelschnittstellen überlegen. Zudem sei der Platzbedarf im Vergleich zur HSK-E 25 Schnittstelle deutlich geringer. Speziell für die hocheffiziente 5-Achs-Bearbeitung legt Schunk den robusten Tribos-RM mit einem verlängerten L1-Maß von 78 mm auf.

Der überlange Highperformer kann ausgesprochen vielseitig eingesetzt werden: Zusätzlich zur Direktspannung eignet er sich in Verbindung mit den standardisierten Zwischenbüchsen GZB-S zur Spannung kleinerer Schaftdurchmesser. Um schwer zugängliche Bereiche präzise zu bearbeiten, lässt sich die Aufnahme auch mit der standardisierten Werkzeugverlängerung Tribos-SVL Mini kombinieren. Im ersten Schritt gibt es den universellen 5-Achs-Profi für die Schnittstellen HSK-A 32, HSK-A40, HSK-E 32 sowie HKS-E 40. Der Schaftdurchmesser beträgt jeweils 12 mm.

Metav 2014, Halle 15, Stand F11

(ID:42492632)