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Spectaris warnt vor neuen bürokratischen Fallstricken für Photonik-Branche

Redakteur: Peter Reinhardt

Anlässlich der jüngsten »Optatec « in Frankfurt hat sich der Photonik-Branchenverband Spectaris gegen neue bürokratische Fallstricke auf EU-Ebene ausgesprochen. Spectaris-Geschäftsführer Sven Behrens warnte vor einer Verschärfung der EU-Richtlinie RoHS (Restriction on the Use of Hazardous Substances), die zurzeit in Brüssel diskutiert werde.

Mit der EU-Richtlinie RoHS legt der europäische Gesetzgeber Höchstgrenzen für Schwermetalle in elektrischen und elektronischen Geräten fest. Betroffen sind davon auch Bauteile aus optischem Glas, die Schwermetalle wie Blei oder Cadmium beinhalten können. Diese Materialen sind jedoch notwendig, um optischem Glas seine besonderen Eigenschaften zu verleihen, ohne die zahlreiche Anwendungen nicht möglich wären. Seit 2005 gilt daher - auch auf Initiative von Spectaris - eine Ausnahmeregelung, deren Fortschreibung als wahrscheinlich gilt.

»Ausgewählte Schwermetalle sind ein unverzichtbarer Bestandteil von optischen Gläsern, die im Glas gebunden völlig ungefährlich sind«, begründet Sven Behrens die Verbandsposition. Die Verwendung diese Stoffe sei Voraussetzung, um auch weiterhin innovative Geräte für die Lösung globaler Probleme zu entwickeln. Zwar bestehe weiterhin die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen zu beantragen. Erfahrungsgemäß wird darüber aber oft erst nach Jahren entschieden. »Hightech-Produkte der Photonik haben eine Entwicklungszeit von mehreren Jahren, Unternehmen benötigen daher Planungssicherheit. Sonst werden wir in Deutschland und in Europa diese Produkte und ihre unverzichtbare Anwendungsbereiche auf Dauer verlieren«, so Behrens vor Vertretern der Fachpresse.

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Spectaris Industrieverband D-10405 Berlin www.spectaris.de/photonik-praezisionstechnik.html