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Spectaris: Hilfsmittelindustrie trotz Umsatzwachstum unter Druck

| Redakteur: Peter Reinhardt

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Für die Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln ist das Jahr 2010 grundsätzlich erfolgreich verlaufen. So konnten beispielsweise die rund 80 Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten zur Herstellung orthopädischer Erzeugnisse ihren Umsatz um elf Prozent auf einen Wert von mehr als 2,43 Milliarden Euro steigern. Das hat der Branchenverband Spectaris am 19. Mai anlässlich der Eröffnung der internationalen Fachmesse »Rehab« in Karlsruhe bekannt gegeben.

Der Inlandsumsatz ist demnach auf 1,11 Milliarden Euro gestiegen, was einem Zuwachs von zwölf Prozent entspricht. Der Auslandsumsatz hat mit 1,32 Milliarden Euro um 10,2 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Die Umsatzentwicklung hat sich auch positiv auf die Zahl der Beschäftigten ausgewirkt, die mit 14.800 Mitarbeitern um rund acht Prozent zulegen konnte. Auch für das laufende Jahr rechnet Spectaris mit weiteren Umsatzzuwächsen.

Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung geraten die Hilfsmittelhersteller immer mehr unter Druck. Der Grund: der zunehmende Kostendruck im Gesundheitswesen bei gleichzeitig steigenden Fallzahlen, aufgrund der demographischen Entwicklung. Die innovative Branche befürchtet daher, dass moderne Versorgungen künftig nicht mehr erstattet werden. »Die Krankenkassen müssen verstehen, dass moderne Medizintechnik und eben auch die Hilfsmittelversorgung helfen, Kosten zu senken und keine Kostentreiber sind«, verweist Spectaris-Geschäftsführer Tobias Weiler auf die Studie »Einsparpotenziale innovative Medizintechnik«.

Kontakt::

Spectaris Industrieverband e.V. D-10117 Berlin www.spectaris.de