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Atomstreit Spectaris begrüßt die wirtschaftliche Öffnung des Irans

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die Lockerung der Sanktionen gegen den Iran bildet die Grundlage für die Normalisierung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Teheran und der internationalen Gemeinschaft. Der Iran hat nun die Möglichkeit, die Modernisierung seiner Wirtschaft voranzutreiben. Aufgrund des jahrelangen Embargos besteht in verschiedenen Bereichen ein großer Nachholbedarf – unter anderem im Gesundheitswesen.

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Tobias Weiler, Geschäftsführer von Spectaris: „Die Aufhebung der Wirtschafts- und Finanzsanktionen bietet eine gute Möglichkeit, um den traditionell guten deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen.“
Tobias Weiler, Geschäftsführer von Spectaris: „Die Aufhebung der Wirtschafts- und Finanzsanktionen bietet eine gute Möglichkeit, um den traditionell guten deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen.“
(Bild: Spectaris)

Am 16. Januar 2016 hat die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) bekannt gegeben, dass der Iran seinen Verpflichtungen aus dem „Joint Comprehensive Plan of Action“ nachgekommen ist. Mehr als zwei Drittel der Zentrifugen wurden abgebaut, angereichertes Uran außer Landes gebracht und zuletzt auch der Kern des Plutoniumreaktors in Arak zerstört.

Der lange erwartete Implementation Day kommt

Damit läutet die IAEO den lange erwarteten Implementation Day ein, der die internationalen Wirtschafts- und Finanzsanktionen aufhebt, die den Handel mit Iran praktisch zum Erliegen gebracht haben. Jedoch bestehen weiterhin zahlreiche Beschränkungen, sodass Unternehmen sorgfältig prüfen müssen, ob ihre angestrebten Rechtsgeschäfte genehmigungsfrei, genehmigungspflichtig oder verboten sind.

Spectaris jedenfalls begrüßt die neuen Entwicklungen. „Die Aufhebung der Wirtschafts- und Finanzsanktionen bietet eine gute Möglichkeit, um den traditionell guten deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen“, so Geschäftsführer Tobias Weiler. Vor 2007 war Deutschland noch der führende Exporteur in das persische Land. Aufgrund der Verschärfung des Atomkonflikts und der auferlegten Sanktionen wurden die Spitzenpositionen an China, Indien und Südkorea abgegeben. „Ziel der deutschen Exportwirtschaft ist es, die verlorene Marktposition langsam wieder zurückzugewinnen“, so Weiler. Die Chancen dafür stehen gut. Produkte „made in Germany“ genießen bei den Iranern einen sehr guten Ruf. Der Wunsch ist groß, wieder mit den alten Partnern neue Geschäfte machen zu können. Die Bundesregierung werde dafür entsprechende Instrumente bereitstellen.

Deutscher Gemeinschaftsstand auf der Iran Health

Spectaris hat sich bereits im vergangenen Jahr für einen deutschen Gemeinschaftsstand im Rahmen der Medizintechnikmesse Iran Health (15. bis 18. Mai, Teheran) eingesetzt.. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat dem Antrag von Spectaris stattgegeben. Anmeldeunterlagen werden mit aller Voraussicht ab Anfang Februar bereitgestellt. Darüber hinaus ist geplant, das Thema Iran im laufenden Jahr durch Kooperationen mit entsprechenden Ländervereinen oder durch eigene Veranstaltungen weiter zu verfolgen.

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