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Interview: LK Mechnik „Sonderlösungen sind längst unser Tagesgeschäft“

Redakteur: Peter Reinhardt

Gratfreie Instrumententrays, komplette Sterilisierungsbehälter und filigrane Kleinteile-Waschkörbchen – damit versorgt LK Mechanik Anlagenhersteller und Sterilgutversorger in der Medizintechnik. Im Interview erläutert Firmenchef Friedhelm Kraft, worauf es bei der Herstellung von Träger- und Behältersystemen für Sterilisierungs- und Reinigungsverfahren ankommt.

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Firmenchef Friedhelm Kraft: „Medizintechnik-Produkte von LK-Mechanik sind Präzisionslösungen Made in Germany“.
Firmenchef Friedhelm Kraft: „Medizintechnik-Produkte von LK-Mechanik sind Präzisionslösungen Made in Germany“.
(Bild: LK Mechanik)

Herr Kraft, wo sehen Sie die besonderen Stärken von LK Mechanik?

Wir verfügen im Bereich Medizintechnik inzwischen über sehr hohe Entwicklungs- und Fertigungskompetenz. Das betrifft sowohl die Edelstahl- als auch die Silikonverarbeitung. Und wir sind nicht nur nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert, sondern auch Mitglied im DGSV, der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung. Aufgrund unserer jahrelangen Arbeit für die Medizintechnik wissen wir also sehr genau, worauf es ankommt bei der Herstellung moderner Produkte für die Lagerung, den Transport sowie die Reinigung und auch die Sterilisation von medizinischem Sterilgut.

Können Sie dafür einige konkrete Beispiele nennen?

Gerne. Nehmen Sie unsere verschließbaren Instrumententrays aus Edelstahl für Endoskope, Arthroskope, Laparoskope, OP-Bestecke und andere klinische Instrumente. Sie sind optimal angepasst an die hohen Anforderungen manueller und automatisierter Reinigungs- und Sterilisierprozesse im Klinikwesen. Um hier eine höhere Effizienz der Reinigungsprozesse zu ermöglichen und außerdem auch noch eine höhere Reinigungsqualität zu erreichen, haben die Böden und Wände der Trays vergrößerte Lochungen. Das beschleunigt den Wasser(ab)fluss und verhindert die Bildung von Spülschatten auf den Instrumenten. Gleichzeitig reduziert diese konstruktive Maßnahme die Trockendauer. Dagegen sind die Lochungen der Stirnseiten kleiner ausgeführt, um ein Durchrutschen der Instrumente zu verhindern.

Das bedeutet, Ihre Konstrukteure müssen sehr spezielle, branchentypische Anforderungen berücksichtigen.

Ja. Und das gilt insbesondere für die Gestaltung der Kanten, Verbindungsstellen und Eckzonen der Trays. Unseren Konstrukteuren ist es gelungen, diese für die Reinigung stets kritischen Bereiche sehr glatt und vor allem völlig frei von Graten auszuführen. So sind Verletzungen des Personals und damit verbundene Verunreinigungen ebenso ausgeschlossen wie die Entstehung von Keimkolonien. Das Thema Gratfreiheit hat in der Medizintechnik große Bedeutung. Es zählt daher auch zu den herausragenden Qualitätsfaktoren unserer Edelstahl-Trays.

Wie setzen Sie diese hohen Ansprüche fertigungstechnisch um?

Dafür nutzen wir moderne Technologien wie etwa das Laserfeinschneiden, das Wasserstrahl-Cutting und das Präzisionsstanzen. Für die Oberflächen-Veredelung und das Finishing verwenden wir ein kombiniertes Nass- und Trockenschleifverfahren, das wir selbst entwickelt haben. Außerdem setzen wir für unsere Medizintechnik-Produkte nur deutsche Edelstahl-Feinbleche und hochwertiges Silikon ein. Und: Die Verarbeitung von Metalldraht ist bei uns nahezu ausgeschlossen!

Warum das?

Unserer Ansicht nach ist der Einsatz von Metalldraht-Maschengewebe für medizintechnische Waschbehälter, Sterilisationsboxen und Instrumententrays nicht vereinbar mit hohen Ansprüchen an Qualität und Präzision.

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