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Standortplanung So kann Medizintechnik die Kraft der Visualisierung nutzen

Redakteur: Julia Engelke

Die Arbeitswelt wird digitaler, vernetzter und flexibler. Zunehmend sind deshalb digitale Visualisierungstechniken gefragt, die Konzepte bereits in der Planungsphase erlebbar machen und auch im Vertrieb der Medizintechnik eingesetzt werden können, wie das Beispiel von Black Forest Medical zeigt.

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Mit modernster VR-Technik schafft Vollack virtuelle Gebäudeerlebnisse für Kunden.
Mit modernster VR-Technik schafft Vollack virtuelle Gebäudeerlebnisse für Kunden.
(Bild: Vollack Gruppe)

Die Digitalisierung eröffnet viele Chancen. Auch in der Baubranche findet die digitale Transformation statt. Techniken wie 3D-Modelle und Virtual Reality werden eingesetzt, um Arbeitswelten bereits in der Planungsphase für Bauherren zu visualisieren und auf diese Weise erlebbar zu machen.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist das neue Hauptquartier der Black Forest Medical Group in Freiburg. Seit 25 Jahren ist das Unternehmen in der neurochirurgischen Medizintechnik aktiv und längst kein „Hidden Champion“ mehr. Höchste Zeit also, die bisher räumlich getrennte Produktion mit den weiteren Bereichen der Firma an einem Standort zusammenzuführen. Auf einer Bruttogeschossfläche von mehr als 7.000 Quadratmetern wurde eine moderne Arbeitswelt realisiert, die Produktion, Montage und Lagerlogistik ebenso wie Büro- und Schulungsflächen sowie Showrooms unter einem Dach vereint. Der repräsentative Neubau bietet den Mitarbeitenden ein produktives und motivierendes Arbeitsumfeld, Platz für Ideenaustausch sowie Besprechungs-, Team- und Rückzugsräume. Die Vernetzung der Firmenbereiche unterstützt die agile Arbeitsweise des Unternehmens, verkürzt Wege, optimiert Prozesse und steigert die Innovationskraft der Black Forest Medical Group. Und das Gebäude beweist nicht nur im Inneren Alleinstellungscharakter. Auch das Umfeld ist außergewöhnlich: So werden noch ein Fußball- und ein Streetball-Platz sowie eine Recreation Area entstehen.

Corporate Architecture spiegelt Identität des Unternehmens wider

Für die Konzeption, Planung und Bauausführung des Projekts zeichnet Vollack verantwortlich, Spezialist für methodische Gebäudekonzeption aus Karlsruhe. Im Zentrum des Planungsprozesses stand die Entwicklung einer Corporate Architecture für Black Forest Medical: Interdisziplinäre Arbeitsinseln im Bürobereich, eine nach Lean-Methoden ausgerichtete Produktionsfläche und ein futuristisches Gebäudedesign – all das spiegelt die Identität des Unternehmens wider. Die organische Architektur des Neubaus, eine konzeptionelle Interpretation der menschlichen neuronalen Gewebestrukturen, repräsentiert das medizintechnische Geschäftsfeld des Herstellers von Kopfhalterungs- und Retraktorsystemen.

Die dahinterstehende Projektstory entwickelte Vollack gemeinsam mit dem Bauherrn. Rainer Kracht, Partner bei Vollack, erklärt: „Die Black Forest Medical Group arbeitet für und mit Menschen. Deshalb haben wir uns den menschlichen Körper als Vorbild für die Architektur genommen.“ Dank des grünen Konzepts im KfW-55-Effizienzstandard verbraucht das Gebäude 45 Prozent weniger Primär­energie im Jahr als ein vergleichbarer konventioneller Neubau und zahlt damit auf den Nachhaltigkeitsanspruch des Unternehmens ein.

„Gemeinsam mit Black Forest Medical haben wir auf Grundlage der laufenden Arbeitsprozesse, der Unternehmensstrategie, der lokalen Bedingungen und der Budgetvorgaben das Anforderungsprofil des Neubaus erarbeitet“, sagt Rainer Kracht. Bereits in der frühen Planungsphase erstellte Vollack ein 3D-Modell, um das Gebäude für den Kunden greifbar zu machen. Mit einer 3D-Animation ermöglichte der Gebäudeexperte Black Forest Medical, die Architektur des neuen Standorts bereits vor Baubeginn virtuell zu erleben und den Außenbereich mit VR-Brille zu erkunden. „Die virtuelle Entwicklung des Gebäudes hat uns dabei geholfen, die Bedürfnisse unseres Kunden besser abzubilden“, so Rainer Kracht. Jetzt ist die Arbeitswelt „live“. Matthias Schüle, Inhaber und Geschäftsführer der Black Forest Medical Group, setzt auch auf die Sogwirkung des neuen Firmensitzes: „Wir möchten die besten Mitarbeiter und Partner für uns gewinnen. Die neuen Räumlichkeiten unterstreichen dabei unsere Vision und Einladung an alle Interessierten: Gestalten Sie mit uns eine neue Welt der Neurochirurgie.“

Virtual Reality und digitale Zwillinge verbinden Arbeits- und Produktwelt

Medizintechnikbetriebe können aber nicht nur in der Planung und Umsetzung von den Möglich­keiten der Digitalisierung in der Baubranche profitieren. Vollack bietet seinen Kunden digitale Visualisierungstechniken ebenfalls als Weblösung für die Präsentation und den Verkauf von Produkten sowie für Schulungszwecke an. Die digitalen Techniken nutzt Vollack, um die Arbeitswelt mit der Produktwelt der Kunden im Bereich Medizintechnik zu verbinden. So können Unternehmen ihre Produkte beispielsweise in einem digitalen Zwilling des Gebäudes zeigen, vorführen und ihre Kunden in der Anwendung schulen. Diese erleben damit online und in Echtzeit hochwertige Produkte „Made in Germany“. Vollack ist überzeugt, dass digitale Zwillinge und Virtual Reality zukunftsweisende und wertvolle Lösungen sind – gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie, in der persönliche Kontakte eingeschränkt erfolgen müssen.

Weitere Artikel zur Führung von Medizintechnik-Unternehmen finden Sie in unserem Themenkanal Management.

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