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Siemens Healthineers Siemens-Entscheidung gegen die USA: Frankfurt vor einem der größten Börsengänge Deutschlands

Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Siemens AG bereitet den für die erste Jahreshälfte 2018 geplanten Börsengang der Medizintechniksparte im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse vor. Das hat der Aufsichtsrat des Konzerns gestern Sitzung beschlossen.

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„Unsere Vorbereitungen für den Börsengang liegen voll im Plan“, kündgite Michael Sen, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers, gestern an.
„Unsere Vorbereitungen für den Börsengang liegen voll im Plan“, kündgite Michael Sen, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers, gestern an.
(Bild: AP: Gretchen Ertl/AP Images for Siemens Healthineers)
  • Handelsplatz Frankfurt ist attraktiv für Investoren
  • Siemens Healthineers erhält Zugang zum Kapitalmarkt
  • Für Börsennotierung wird Siemens Healthineers AG gegründet

„Der Börsengang ist für Siemens Healthineers der nächste logische Schritt und die Grundlage, um unsere starke Position als führender globaler Medizintechnik-Anbieter auszubauen“, sagt Michael Sen, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers und im Vorstand des Siemens-Konzerns unter anderem für die Medizintechnik verantwortlich.

Aufnahme in die Topliga der Dax-30-Unternehmen?

„Frankfurt ist eines der weltweit größten Wertpapierhandelszentren, dessen Bedeutung vor dem Hintergrund des Brexit weiter zunehmen wird. Als hochliquider Handelsplatz ist Frankfurt attraktiv für Investoren aus der ganzen Welt. Die Börsennotierung gibt Siemens Healthineers unternehmerische Flexibilität und Zugang zum Kapitalmarkt. Ziel ist es, nachhaltig und profitabel zu wachsen und die Paradigmenwechsel der Gesundheitsbranche aktiv zu gestalten"“, so Michael Sen.

Dass der Börsengang nun in Frankfurt stattfindet, war laut Handelsblatt jedoch nicht von Anfang an klar. Zuvor hätte Siemens auch mit einem Listing in den USA geliebäugelt, heißt es dort. Doch Arbeitnehmervertreter hätten um die Mitbestimmung gefürchtet. Weiter schreibt das Handelsblatt: „Es könnte einer der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren werden: Analysten schätzen den Wert der Siemens-Medizintechnik auf mehr als 30 Milliarden Euro.“ Und Spiegel Online titelt: „Es wäre wohl einer der größten Börsengänge seit der Telekom: Die Medizintechnik-Tochter Healthineers der Firma Siemens will 2018 an die Frankfurter Börse.“ Derweil sieht Welt online gute Chancen für eine Aufnahme in die Topliga der Dax-30-Unternehmen.

Für die Börsennotierung wird die Siemens Healthineers AG gegründet. „Unsere Vorbereitungen für den Börsengang liegen voll im Plan. Die Strategie 2025 und das Management-Team stehen. Die rechtlichen Voraussetzungen sind weitgehend hergestellt. Deutsche Bank, Goldman Sachs International und J.P. Morgan sind als globale Koordinatoren und BNP PARIBAS, BofA Merrill Lynch, Citigroup und UBS Investment Bank als weitere Konsortialbanken mandatiert“, sagt Siemens Finanzvorstand Ralf P. Thomas.

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