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Used-Soft Sicherheitsrisiko Cloud: Secondhand-Software als günstige Alternative

| Redakteur: Peter Reinhardt

Immer mehr Softwarehersteller bieten ihre Computerprogramme nur noch als Cloudlösungen an. Für Unternehmen birgt das erhebliche Sicherheitsrisiken. Der Mikroskophersteller Bresser nutzt alternativ Secondhand-Software.

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Software in der Cloud bietet viele Vorteile. Aber Unternehmen gehen damit auch gewisse Risiken ein.
Software in der Cloud bietet viele Vorteile. Aber Unternehmen gehen damit auch gewisse Risiken ein.
(Bild: gemeinfrei)
  • Tausende Unternehmen, Behörden und Softwarehändler setzen bereits auf gebrauchte Standardsoftware
  • 50 Prozent günstiger als aktuelle Versionen
  • Europäischer Gerichtshof und Bundesgerichtshof erklären Software-Gebrauchthandel grundsätzlich für rechtmäßig.

Unternehmen sind zunehmend gezwungen, Cloud-basierte Software zu nutzen. Wer neue Software braucht, hat immer öfter keine Wahl mehr. „Doch die Nutzung der Cloud öffnet der Industrie-Spionage Tür und Tor“, schreibt Used-Soft als Anbieter von gebrauchter Standard-Software in einer aktuellen Presseerklärung. So hat zum Beispiel ein US-amerikanisches Bundesgericht geurteilt, dass amerikanische Internetunternehmen den US-Sicherheitsbehörden auch dann Zugang zu E-Mails und gespeicherten Informationen gewähren müssen, wenn diese nicht auf Servern in den USA, sondern im Ausland gespeichert sind. Dieses Problems sind sich viele Unternehmen schmerzlich bewusst: Erst kürzlich hat eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom ergeben, dass 60 Prozent der befragten Firmen einen unerlaubten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten befürchten, wenn sie Cloud-Software nutzen.

Gebrauchte Software-Lizenzen lokal nutzen

Dabei gibt es durchaus eine Alternative: den Software-Gebrauchtmarkt. Hier können Unternehmen weiterhin Software-Lizenzen kaufen, die sie lokal auf ihren Rechnern installieren und nutzen. Damit können sie sicherstellen, dass ihre hochsensiblen Daten auf ihren eigenen Servern mit eigener Firewall vor Cyber-Kriminellen geschützt sind.

Ein Angebot, das bereits eine wachsende Zahl von Unternehmen aus der optischen Industrie für sich entdeckt habe, wie Used-Soft erklärt. So habe sich zum Beispiel der Mikroskophersteller Bresser ganz bewusst für gebrauchte Software von Used-Soft entschieden – und dabei sogar gespart. „Mit gebrauchten Software-Lizenzen haben wir ein neuwertiges Produkt zu deutlich günstigeren Konditionen erhalten – eine echte Alternative zum Originalkauf dank des hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses“, erklärt dazu Timo Fischer, IT/EDV bei Bresser.

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Über Used-Soft und gebrauchte Standardsoftware

Used-Soft wurde 2003 gegründet und ist einer der führenden europäischen Anbieter von gebrauchter Standardsoftware. Käufer von Used-Soft-Lizenzen sind sowohl Unternehmen wie auch Behörden und Softwarehändler. Zu den mehr als 9.000 Kunden der Used-Soft -Gruppe zählen unter anderem Edeka, s.Oliver, Segafredo, der Flughafen München, ein Verein der Fußball-Bundesliga sowie diverse Sparkassen und Rechtsanwaltskanzleien.

Peter Schneider, Geschäftsführer Used-Soft: „Immer mehr Softwarehersteller zwingen Unternehmen , Cloud-basierte Software zu nutzen und Datenschutzrisiken einzugehen. Eine Alternative bietet der Gebrauchtmarkt, wo es immer noch Software gibt, die auf den eigenen Rechnern installiert und genutzt wird.“
Peter Schneider, Geschäftsführer Used-Soft: „Immer mehr Softwarehersteller zwingen Unternehmen , Cloud-basierte Software zu nutzen und Datenschutzrisiken einzugehen. Eine Alternative bietet der Gebrauchtmarkt, wo es immer noch Software gibt, die auf den eigenen Rechnern installiert und genutzt wird.“
( Bild: Used-Soft )

Auch in deutschen Behörden kommt verstärkt gebrauchte Software zum Einsatz: Neben dem Bundessozialgericht in Kassel und der Datenzentrale Baden-Württemberg setzen über 1.000 Behörden, Städte und Gemeinden auf Used-Soft-Lizenzen, darunter die Städte Nürnberg und Fürth sowie der Landkreis Passau. Die Einsparungen beim Kauf von bereits benutzten Lizenzen liegen bei bis zu 50 Prozent des Verkaufspreises. Verwaltungsräte des Unternehmens sind der ehemalige IBM-Europachef Hans-Olaf Henkel und der frühere baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus.

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Lizenzen älterer Versionen aufstocken

Auf dem Gebrauchtmarkt sind auch ältere Versionen erhältlich, die die Hersteller selbst gar nicht mehr anbieten. Vielen Unternehmen reichen diese jedoch völlig aus, vor allem wenn sie bereits eine ältere Version im Einsatz haben und lediglich Lizenzen aufstocken wollen. Wer beispielsweise Office 2013 Professional nutzt, für den bietet die neuere Version 2016 kaum Mehrwert. Im Gegenteil. Wer auf neuere Versionen umsteigt, muss oft neue Rechner kaufen und viel Geld in Schulungen investieren. Wer hingegen seine bewährte Version auf dem Gebrauchtmarkt bezieht, kann beim Kauf 50 Prozent und mehr sparen gegenüber der Anschaffung der aktuellen Version.

Rechtlich auf der sicheren Seite

Aber auch aktuelle Versionen stehen bereits auf dem Gebrauchtmarkt in großem Umfang zur Verfügung. Da sich Software nicht abnutzt, hat eine gebrauchte Lizenz dabei für den Käufer den gleichen Wert wie eine neue. Rechtlich sind Gebrauchtsoftwarekäufer auf der sicheren Seite – sofern man auf seriöse und renommierte Anbieter setzt: Längst haben Europäischer Gerichtshof und Bundesgerichtshof den Software-Gebrauchthandel grundsätzlich für rechtmäßig erklärt.

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