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Telenor Connexion

Sicherer Draht nach oben

| Autor/ Redakteur: / Kathrin Schäfer

Die Telemonitoring-Lösung T4P erfasst Daten von zur Behandlung von Schlafapnoe eingesetzten Beatmungsgeräten und überträgt diese an eine Cloud. Dort sind sie für medizinisches Fachpersonal jederzeit abrufbar. Möglich macht dies ein Netzwerkanbieter, der alle Mobilfunknetze in Europa ohne Ausfallzeiten abdecken kann.

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Mit 400 Mobilfunknetzen weltweit kann Telenor Connexion eine flächendeckende Verfügbarkeit gewährleisten. Damit ist der Mobilfunknetzbetreiber in der Lage, die große Menge an Diagnosedaten sicher und schnell über eine stabile Internetverbindung an die Srett Medical Cloud zu übertragen.
Mit 400 Mobilfunknetzen weltweit kann Telenor Connexion eine flächendeckende Verfügbarkeit gewährleisten. Damit ist der Mobilfunknetzbetreiber in der Lage, die große Menge an Diagnosedaten sicher und schnell über eine stabile Internetverbindung an die Srett Medical Cloud zu übertragen.
( Bild: © BillionPhotos.com - Fotolia )

Eine der häufigsten und wirksamsten Behandlungen der mittleren bis schweren Form von Schlafapnoe ist die CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure). Über eine Atemmaske leitet ein Beatmungsgerät einen kontinuierlichen Luftstrom in die Atemwege. Der erzeugte positive Druck weitet die oberen Atemwege und unterstützt so die Spontanatmung des Patienten im Schlaf.

Um eine individuelle und bestmögliche Therapie gewährleisten zu können, verfügen viele CPAP-Geräte über einen internen Speicher, der wichtige Patienten- und Therapiedaten wie Druck, Atemfrequenz, Maskenleckrate oder Atemminutenvolumen sammelt und analysiert. Diese Daten ließen sich früher nur am Gerät selbst ablesen.

Mit der Telemonitoring-Lösung T4P des französischen Telemedizin-Anbieters Srett Medical sind die erfassten Patientendaten für jeden, der sie benötigt, jederzeit und überall verfügbar: Das T4P ist zwischen dem Luftstromausgang und der Maske mit dem Beatmungskreislauf des Patienten verbunden und erfasst alle zehn Minuten dessen Beatmungsdaten. Dank der integrierten SIM-Karte werden diese Daten einmal täglich an die Srett Medical Cloud übertragen, von wo aus sie vom zuständigen medizinischen Fachpersonal oder anderen befugten Personen über ein Webportal abgerufen werden können. Nach Auswertung der Daten kann bei Bedarf ein persönlicher Termin mit dem Patienten vereinbart werden, unnötige Wege werden so vermieden. Die Telemonitoring-Lösung ist mit allen auf dem Markt verfügbaren CPAP-Geräten kompatibel.

Als Srett Medical im Jahr 2014, nach erfolgreichem Einsatz in Frankreich, mit seiner Telemonitoring-Lösung T4P in andere europäische Länder expandieren wollte, bestand eine große Herausforderung darin, einen Netzwerkanbieter zu finden, der alle Mobilfunknetze in Europa ohne Ausfallzeiten abdecken kann. Das Abschließen von Verträgen in jedem einzelnen Land, in dem T4P-Geräte zum Einsatz kommen, sollte unbedingt vermieden werden. Die Wahl fiel auf den schwedischen IoT/M2M-Anbieter Telenor Connexion, eine Tochter der Telenor Group, einer der weltweit größten Mobilfunknetzbetreiber. Das Unternehmen bietet Zugriff auf über 400 Mobilfunknetze weltweit und kann so eine flächendeckende Verfügbarkeit gewährleisten. Damit ist Telenor Connexion in der Lage, die große Menge an Diagnosedaten zu bewältigen und sie sicher und außerdem schnell über eine stabile Internetverbindung an die Srett Medical Cloud zu übertragen.

Patientendaten müssen geschützt und jederzeit verfügbar sein

Die Zusammenarbeit mit nur einem global agierenden Anbieter hat für Srett Medical weitere Vorteile: Durch den Einsatz ein und desselben Produktes in allen Ländern wird die Herstellung der Hardware vereinfacht. Außerdem optimiert es den Kundenservice, da das T4P-Gerät in allen Ländern und Märkten auf dieselbe Weise funktioniert.

Dank überlappender Netze in den einzelnen Märkten kann der Netzbetreiber jederzeit eine sichere Konnektivität gewährleisten. Europaweit sind 23.000 T4P-Geräte mit einer entsprechenden SIM-Karte ausgestattet; fällt ein Netz aus, greift automatisch ein anderes. So werden nicht nur Verluste bei der Übertragung von Diagnosedaten vermieden, sondern auch sichergestellt, dass eine Alarmmeldung an Verwandte und den Arzt des Patienten gesendet werden kann, wenn seine Atmung stoppt oder ein anderer Notfall eintritt. Eine jederzeit gewährleistete Konnektivität ist für die Sicherheit der Apnoe-Betroffenen unabdingbar.

Da die Telemonitoring-Lösung im Batteriebetrieb läuft, muss sie sich in möglichst kurzer Zeit mit dem Netzwerk verbinden und die Daten übertragen, um den Energieverbrauch zu minimieren. Ihre Installation ist sehr leicht und kann sogar vom Patienten selbst vorgenommen werden: Das T4P wird einfach an das vorhandene CPAP-Gerät gesteckt, die Verbindung danach durch einen fünfminütigen Test verifiziert. Die an die Cloud übermittelten Diagnosedaten sind in unterschiedlicher Form für die verschiedenen autorisierten Personengruppen rund um die Uhr einsehbar. Ärzte, die Patienten selbst, Gesundheitsdienstleister oder Krankenkassen können die Daten von jedem Computer oder mobilen Endgerät wie dem Smartphone über ein Webportal abrufen. Dort werden die Daten auf einer Benutzeroberfläche individuell und übersichtlich angezeigt. Je nach Personengruppe und Autorisierung handelt es sich um personalisierte oder anonymisierte Daten. Oberstes Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Therapie gemäß der Verschreibung angewendet wird und die Behandlung wirksam ist.

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