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Medizintechnik-Industrie Schweizer Unternehmen fürchten Rückgang des Umsatzwachstums

Redakteur: Jürgen Schreier

Wegen der negativen Wechselkursentwicklung erwarten führende Schweizer Medizintechnik-Unternehmen für 2011 einen Rückgang ihres Umsatzwachstums auf ein Prozent. Dies ergibt eine von Deloitte, Medtech Switzerland, Medical Cluster und FASMED durchgeführte Umfrage zum aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Industrie, „SMTI 2011“.

Die „SMTI 2011“, eine Umfrage zum aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Industrie, rät Medtech-Unternehmen am Standort Schweiz, zügig ihre Hausaufgaben zu machen. (Bild: FASMED)
Die „SMTI 2011“, eine Umfrage zum aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Industrie, rät Medtech-Unternehmen am Standort Schweiz, zügig ihre Hausaufgaben zu machen. (Bild: FASMED)

Wegen der negativen Wechselkursentwicklung erwarten führende Schweizer Medtech-Unternehmen für 2011 einen Rückgang ihres Umsatzwachstums auf ein Prozent. Dies ergibt eine von Deloitte, Medtech Switzerland, Medical Cluster und FASMED durchgeführte Umfrage zum aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Industrie, „SMTI 2011“.

Starker Franken ist Ursache für schrumpfende Margen

Lange Zeit kaum beeinflusst von Krisen hat sich die Medizintechnik in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Perle der Schweizer Volkswirtschaft gemausert. Bei der letzten umfassenden Umfrage (SMTI 2010) rechnete die Branche für 2011 noch mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 12 Prozent.

Doch im 3. Quartal wurden die Erwartungen für dieses Jahr auf ein Prozent herunter geschraubt. So sehen 90 Prozent der kürzlich befragten CFO die Ursache für ihre schrumpfenden Margen im starken Schweizer Franken.

Aufgrund der Kursentwicklung gegenüber dem Euro und dem US-Dollar droht eine Verlagerung von Teilen der Wertschöpfungskette in günstigere Standorte wie Osteuropa, China, Brasilien oder Indien. Doch dies ist laut Studie nur einer von vielen Faktoren. Wo liegt die Lösung?

Schweizer Qualität verbunden mit tieferen Produktionskosten wäre ein mögliches künftiges Geschäftsmodell: Durch die Bündelung von Produkten und das Eingehen von Partnerschaften innerhalb der gleichen Wertekette ließen sich die knappen Ressourcen besser nutzen und Größennachteile kompensieren.

Studie empfiehlt Aufbau von Experten- und Open-Innovation-Netzwerken

Dank erhöhter Volumen könnten bessere Skaleneffekte erzeugt werden. Für einige Unternehmen wäre außerdem eine Zweimarkenstrategie sinnvoll, um die Wachstumsmärkte in den Schwellenländern mit günstigeren Produkten zu bedienen.

Als weitere Lösungswege schlägt die Studie den Aufbau von Experten- und Open-Innovation-Netzwerken vor. Wenn die Medtech-Branche am Standort Schweiz zügig ihre Hausaufgaben macht, dann hat sie nach wie vor gute Wachstumsaussichten und erhält sich ihre hohe Wettbewerbs- und Innovationskraft, lautet das Fazit der jüngsten SMTI-Erhebung.

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