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Datenerfassung Schweiz führt Zentralregister für Implantate ein

| Autor / Redakteur: Kathrin Schäfer / Jürgen Schreier

Im Auftrag des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) werden in der Schweiz ab September 2012 implantierte Hüft- und Kniegelenke obligatorisch registriert: Die Datenbank Siris ist als Frühwarnsystem für Implantat-Schäden angelegt. Krankenhäuser sind verpflichtet, die Kenndaten dieser Implantate zu erfassen.

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Ab September müssen in der Schweiz Kenndaten von Implantaten in einer zentralen Datenbank erfasst werden (Bild: BVMed-Bilderpool/CeramTec AG)
Ab September müssen in der Schweiz Kenndaten von Implantaten in einer zentralen Datenbank erfasst werden (Bild: BVMed-Bilderpool/CeramTec AG)

In der Schweiz werden jährlich rund 20.000 Hüft- und 16.000 Knieprothesen eingesetzt, Tendenz steigend. In Siris werden nun die Kenndaten aller künstlichen Hüft- und Kniegelenke noch im Operationssaal erfasst. Bei späteren Operationen am selben Gelenk erfolgt ein weiterer Registereintrag. Dadurch können allfällige Implantatschäden nicht nur frühzeitig und zentral erkannt, sondern Patienten mit dem gleichen Prothesentyp auch ohne Verzug orientiert und zu ärztlichen Kontrollen aufgefordert werden. Sollte der erfahrungsgemäß seltene Fall einer Rückrufaktion eintreten, lassen sich bereits ausgelieferte Implantate rasch zurückziehen.

Langzeitverhalten erkennen

Zusätzlich erlaubt Siris Aussagen über das Langzeitverhalten und die Funktionsdauer von Implantaten. Damit lassen sich verschiedene Materialien, Techniken und Produkte direkt miteinander vergleichen, Outcome-Schwankungen sowie regionale Unterschiede feststellen und wo nötig Verbesserungen einleiten. Zudem können auch Kosten-Nutzen-Berechnungen einzelner Operationsverfahren und Implantate vorgenommen werden.

Kontakt:

Siris - Stiftung für Qualitätssicherung in der Implantationsmedizin

CH-3000 Bern 8

www.siris-implant.ch

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