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„Innovationen in der Medizintechnik“ Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess liegt vor

| Redakteur: Kathrin Schäfer

In Berlin haben heute die Staatssekretäre des Bundesforschungsministeriums, des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums, Dr. Georg Schütte, Thomas Ilka und Ernst Burgbacher, gemeinsam den Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ entgegengenommen. In dem Bericht werden die wichtigsten Herausforderungen benannt und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

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Die wichtigsten Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Medizintechnik haben die drei Staatssekretäre Thomas Ilka (Bundesgesundheitsministerium), Dr. Georg Schütte (Bundesforschungsministerium) und Ernst Burgbacher (Bundeswirtschaftsministerium) mit dem Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess entgegengenommen
Die wichtigsten Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Medizintechnik haben die drei Staatssekretäre Thomas Ilka (Bundesgesundheitsministerium), Dr. Georg Schütte (Bundesforschungsministerium) und Ernst Burgbacher (Bundeswirtschaftsministerium) mit dem Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess entgegengenommen
(Bild: VDI Technologiezentrum GmbH/W. Borrs)

Er fasst außerdem die Ergebnisse verschiedener Workshops der vergangenen Monate zusammen. Mehr als 150 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen haben darüber diskutiert, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Branche gesteigert, die Patientenversorgung verbessert, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems ausgebaut sowie die Innovationskraft der medizintechnischen Forschung gestärkt werden kann.

Mehr Förderung für den Mittelstand

Die drei Staatssekretäre bekräftigten, dass die schon heute enge Zusammenarbeit der beteiligten Bundesministerien noch weiter intensiviert werden soll. Der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Dr. Georg Schütte, erklärte auf der Pressekonferenz: „Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat diesen nationalen Strategieprozess ganz im Sinne der Hightech-Strategie angestoßen. Wir werden die Ergebnisse nutzen, um uns in der Medizintechnik-Förderung neu aufzustellen. Hierfür werden wir unsere Anstrengungen künftig in einem Förderprogramm Medizintechnik bündeln und auf diese Weise eine anwendungsnahe sowie am Bedarf ausgerichtete Forschung unterstützen. Denn dies - so steht es im Bericht - ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass künftig mehr Innovationen bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Zudem wollen wir die Medizintechnik beim Wandel zum Anbieter von Systemlösungen aktiv unterstützen.

In einem ersten Schritt werden wir schon jetzt unsere Maßnahme KMU-innovativ Medizintechnik ausbauen und die Fördersumme mit Beginn des kommenden Jahres verdoppeln. Darüber hinaus setzen wir den akteursübergreifenden Dialog in der Medizintechnik fort: Wir werden eine Nationale Informationsplattform Medizintechnik einrichten, die Themen von der Forschung bis zur Erstattung transparent und übersichtlich darstellt.“

Medizinische Register für Hochrisikoprodukte

Thomas Ilka, Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit, unterstrich: „Der Strategieprozess liefert uns wesentliche Impulse dafür, wie sich Versorgungsqualität und Patientensicherheit bei medizintechnischen Innovationen verbessern lassen. Dazu gehört unter anderem ein Aus- und Aufbau medizinischer Register für Hochrisikoprodukte. Um hier Erfahrungen zu sammeln, unterstützt das Bundesministerium für Gesundheit das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) mit rund 330.000 Euro. Für uns ist dieses Register ein wichtiges Instrument, um die hohe Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken weiter zu verbessern. Ich appelliere bei dieser Gelegenheit an Kliniken und Patienten freiwillig beim Endoprothesenregister mitzumachen, da es Patienten und Kliniken gleichermaßen nützt. Wir werden uns außerdem in Brüssel bei den Verhandlungen zum EU-Rechtsrahmens für Medizinprodukte dafür einsetzen, dass ein weltweit einheitliches System zur eindeutigen Identifizierung von Medizinprodukten (UDI) mindestens für Implantate möglichst umgehend eingeführt wird.“

(ID:36655180)