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Einstellung zu Gesundheitstechnologien Roboter in der Pflege – Science Fiction im Krankenhaus?

| Autor: Ira Zahorsky

Rund ein Viertel der im Rahmen des Zukunfts-Monitors „Gesundheit neu denken“ Befragten können sich vorstellen, von Robotern gepflegt zu werden. Implantate für mehr Konzentration oder Gedächtnisleistung befürworten sogar 51 Prozent der Befragten.

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Noch ist es Science Fiction, dass Roboter Pflegeaufgaben übernehmen.
Noch ist es Science Fiction, dass Roboter Pflegeaufgaben übernehmen.
( © julien tromeur - Fotolia )

Die repräsentative Befragung Zukunfts-Monitor, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben hatte, zeigt, dass die Deutschen wenig Berührungsängste haben, wenn es um neuartige Medizintechnik geht. Insgesamt sehen die Befragten laut Zukunfts-Monitor viel Potenzial im Einsatz digitaler Technologien im Gesundheits-, Pflege- und Fitnessbereich. Besonders so genannte Wearables – also Fitnessarmbänder oder Kleidungsstücke, die Biodaten messen – nehmen die Bürgerinnen und Bürger als Chance wahr (55 Prozent). Große Möglichkeiten messen die Deutschen der Telepflege zu (51 Prozent), also der computergestützten Überprüfung von Gesundheitsdaten durch Hausarzt oder Pflegedienst aus der Ferne.

Hoher Anspruch an die Sicherheit

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bevölkerung einen hohen Anspruch an die Sicherheit von online gespeicherten Daten stellt. Eine erhebliche Anzahl der Befragten hat Bedenken, ihre Daten im Netz zu teilen (62 Prozent) oder lehnt es ab, sie der Krankenkasse zur Verfügung zu stellen (67 Prozent).

„Der Zukunfts-Monitor zeigt, dass sich die Bürger sehr für die Gesundheitstechnologien von morgen interessieren. Ihre Sorge um mögliche Risiken belegt aber auch, dass es noch großen Forschungsbedarf gibt, um Fragen in der Anwendung zu klären und Vertrauen in neue Technologien zu schaffen. Denn Technik muss den Menschen dienen. Über Chancen und Risiken will ich mit den Bürgern ins Gespräch kommen“, sagte Bundesforschungsministerin Wanka. So fand denn das erste Gespräch „Zukunfts-Nacht“ am 8. September in Berlin im Rahmen des ersten BMBF-Zukunfts-Forums statt, das einen Beitrag zur Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland“ leisten soll.

Städter eher skeptisch

Insgesamt steht die Landbevölkerung den digitalen Technologien aufgeschlossener gegenüber als Städter. 53,9 Prozent der Landbevölkerung sehen zum Beispiel eher Chancen in der Telepflege gegenüber 44,1 Prozent der Städter. Im Vergleich Ost-West zeigen sich die Bewohner der neuen Länder offener als die der alten. Die Befragten in den neuen Bundesländern schätzen die Chancen der einzelnen Technologien fast durchgängig höher ein als im Westen, im Fall von Telemedizin sehen zum Beispiel 43,1 Prozent der Ostdeutschen hier Chancen gegenüber 36,3 Prozent der Westdeutschen.

Dieser Artikel ist erschienen im Themenkanal Medizintechnik der Fachzeitschrift eGovernment Computing.

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