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Medica 2013

Quo vadis Medizin(-technik)?

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Dauertrend personalisierte Medizin

Molekularmedizinische Erkenntnisse bilden unterdessen die Basis für die unverändert rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biomarker-Tests. Sie sind quasi die Basis der vielzitierten personalisierten Medizin. Gleich ob es um die Diagnose von Virus-Infektionen oder Krebserkrankungen geht, die Zahl der als Krankheitsindikatoren identifizierten Biomarker wird immer mehr und damit stehen auch immer mehr Tests für die Analysegeräte der Labormedizin zur Verfügung. Schon jetzt sind hunderte von Biomarkern bekannt. Ihre Zahl wird sicherlich ebenso in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen, wie die Geräte, mit denen sie nachgewiesen werden, an Kompaktheit gewinnen. Denn damit kann die Diagnose in vielen Fällen kostengünstig und einfach dort erfolgen, wo die Ergebnisse benötigt werden – in direkter Nähe zum Ort der Patientenbehandlung unter Umgehung des Probentransports zu Zentrallaboren.

Die Compamed zeigt miniaturisierte Medizintechnik …

Was die fortschreitende Miniaturisierung in der Medizintechnik anbetrifft, so lässt sich daran wunderbar das Zusammenspiel der Medica mit der parallel stattfindenden Compamed verdeutlichen. Die Marktplattform der Zulieferer für die Medizintechnik Industrie findet vom 20. bis 22. November in den Hallen 8a und 8b statt.

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Beispielhaft zu nennen sind Entwicklungen auf dem Gebiet der Implantatemedizin. Anliegen von Ärzten ist es, den korrekten Sitz von Implantaten wie beispielsweise Hüftgelenken möglichst einfach überprüfen zu können. Es sind wiederum die Zulieferer, die zusammen mit Forschern, die passenden Ideen anbieten. So sind in „intelligente“ Prothesen Beschleunigungssensoren integriert, die einen zu lockeren Sitz des Implantats erfassen und entsprechende Signale via RFID-Schnittstelle an eine Controller-Einheit übermitteln.

… und mikroprozessorgesteuerte Neuroprothetik

Nicht minder spannend sind aktuelle Arbeiten auf dem Gebiet der Neuroprothetik, wie sie auch auf dem 7. Compamed Frühjahrsforum thematisiert wurden. Ziel ist es, die Bewegungsfunktionen nach schweren Rückenmarksverletzungen wieder herzustellen oder etwa die Symptome der Parkinsonerkrankung wirkungsvoll zu lindern. Die Realisierung dieser Neuroprothesen erfordert das Beschreiten neuer Lösungswege, die auf mikrotechnologischen und mikroelektronischen Verfahren beruhen. Hierzu gehören insbesondere flexible, implantierbare Multielektroden und mikroprozessorgesteuerte Neuroprothesen. Diese müssen geradezu Multitalente sein. Denn sie müssen in Bezug auf ihr Einsatzgebiet sowohl kabellose Energie- und Signalübertragung als auch hochentwickelte Möglichkeiten der Neurostimulation sowie neuronaler Aufzeichnung und Auswertung in sich vereinen.

Die Beispiele zeigen: Wer wissen will, was die Medizintechnik-Szene aktuell bewegt, für den ist ein Besuch in Düsseldorf vom 20. bis 23. November ein Muss.

Kontakt:

Joachim Schäfer ist Geschäftsführer der

Messe Düsseldorf GmbH

D-40474 Düsseldorf

www.medica.de

www.compamed.de

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