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Evonik Pumpen-Implantat aus PEEK erhält CE-Zulassung

Redakteur: Jürgen Schreier

Das neu entwickelte „AlfaPump“-System von SequanaMedical, Schweiz, hilft Patienten, die an überschüssiger Flüssigkeit im Bauchraum leiden: Das batteriebetriebene Pumpen-Implantat basiert auf dem PEEK-Polymer „Vestakeep“ von Evonik Industries und hat die CE-Zulassung erhalten.

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Das batteriebetriebene Pumpen-Implantat basiert auf dem PEEK-Polymer „Vestakeep“ und hat die CE-Zulassung erhalten. (Bild: Evonik)
Das batteriebetriebene Pumpen-Implantat basiert auf dem PEEK-Polymer „Vestakeep“ und hat die CE-Zulassung erhalten. (Bild: Evonik)

Es pumpt die überschüssige Flüssigkeit aus der Bauchhöhle in die Blase, von wo sie vom Patienten auf natürlichem Weg ausgeschieden werden kann. Bisher musste das Wasser bei regelmäßigen Arztbesuchen durch schmerzhafte Parazentese abgesaugt werden. Insbesondere Patienten mit Lebererkrankungen, kongestiver Herzinsuffizienz und bestimmten Krebsarten sind von Aszites betroffen. Das neuartige System besteht aus einer subkutan implantierten Pumpe und einem Kathetersystem: Ein Katheter verbindet den Bauchraum mit der Pumpe, der zweite die Pumpe mit der Blase.

PEEK-Implantat deutlich leichter als vergleichbares Metallimplantat

Möglich wird die neue Technologie durch die Verwendung von „Vestakeep“ PEEK, einem Polyetheretherketon, das sich insbesondere durch seine Biokompatibilität und Biostabilität auszeichnet. Im Gegensatz zu Metall liegt der Ionengehalt von „Vestakeep“ PEEK bei nahezu Null, wodurch Wechselreaktionen mit dem Körper vermieden werden.

Zudem ist das PEEK-Implantat deutlich leichter als ein vergleichbares Metallimplantat. Die „Vestakeep“ PEEK iGrades sind speziell auf den dauerhaften Verbleib im menschlichen Körper angepasst und können bei Bedarf auch röntgentransparent eingestellt werden, so dass sie keine Artefakte auf dem Röntgenbild bilden.

Für den Einsatz von PEEK spricht auch die gute Verarbeitbarkeit: „Vestakeep“ PEEK Polymer lässt sich sowohl im Spritzguss- als auch in spanabhebenden Verfahren herstellen und unterstützt damit die Designfreiheit bei der Entwicklung neuer Implantattechnologien.

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