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Generative Fertigung

Prototypen für Medizinprodukte günstig 3D-drucken

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Des Weiteren arbeitet Formlabs bereits daran, sein Portfolio an Funktionsharzen zu erweitern. So hat das Unternehmen unter dem sprechenden Produktnamen Tough Resin gerade ein Harz auf den Markt gebracht, mit dem sich strapazierfähige und robuste Objekte herstellen lassen, die die physikalischen Eigenschaften von Objekten aus ABS-Kunststoffen aufweisen.

Strapazierfähigkeit – sie wird Medizinprodukten wie den Prothesen von Ottobock abverlangt. Um Prototypen zukünftig schnell fertigen zu können, hat das Medizintechnikunternehmen Ende Mai ein sogenanntes Open Innovation Space mit dem auf Rapid Prototyping spezialisierten Fab Lab Berlin eröffnet. In diese Plattform will Ottobock langfristig mehr als 4 Mio. Euro investieren, 65 Arbeitsplätze stehen zur Verfügung.

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Ottobock mit neuer Werkstatt für digitale Fabrikation

Zudem will das Unternehmen das Schlüsselthema Digitale Zukunft vorantreiben und die Vernetzung mit Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen weiter ausbauen. So wird die Infrastruktur von Ottobock-Entwicklern gemeinsam mit Studenten und Wissenschaftlern akademischer Einrichtungen genutzt. Unter anderem werden dort die TU Berlin sowie das Design Research Lab, eine Forschungseinrichtung der Universität der Künste Berlin, präsent sein. „Dieser spannende interdisziplinäre Mix macht den Open Innovation Space zu einer Brutstätte für neue, kreative Ideen, aus denen Erfindungen hervorgehen“, sagt Professor Hans Georg Näder, President & CEO von Ottobock.

„Als offene Digital Fabrication Werkstatt bieten wir allen Interessierten Zugang zu 3D-Druckern, Lasercuttern, Platinen- und CNC-Fräsen sowie CAD-Software. Aber auch zu Holzbearbeitungsmaschinen und anderen Werkzeugen, die man zum Erfinden braucht“, ergänzt Wolf Jeschonnek, Geschäftsführer und Gründer des Fab Lab Berlin.

3D-Drucker für die Herstellung von Nanostrukturen

Auch auf der Messe Laser World of Photonics wurde am 24. Juni in München eine 3D-Lösung ausgezeichnet. In der von der Messe München International ausgeschriebenen Kategorie 3D Printing des ersten Photonics-Awards wurde ein vielversprechendes 3D-Produktionssystem für Mikroprodukte aus Glas prämiert. Bei dem kompakten Tischgerät handelt es sich um einen 3D-Drucker für die Herstellung von Nanostrukturen in Mikrosystemkomponenten aus Glas oder anderen transparenten Materialien. Die Technologie nutzt Lasertechnik, um präzise und komplexe 3D-Mikrostrukturen zu verwirklichen, zum Beispiel in der Medizintechnik.

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