VDE|DGBMT

Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik ausgeschrieben

| Redakteur: Peter Reinhardt

Zum zweiten Mal vergeben die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) und das Aktionsbündnis Patientensicherheit den Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik
Zum zweiten Mal vergeben die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) und das Aktionsbündnis Patientensicherheit den Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik (Bild: VDE|DGBMT)

Bis zum 30. April 2013 läuft die Bewerbungsfrist für den Preis für Patientensicherheit, den die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE|DGBMT) und das Aktionsbündnis Patientensicherheit zum zweiten Mal vergeben. Der mit 6.500 Euro dotierte Preis richtet sich an wissenschaftlich-technischen Nachwuchs in Forschungseinrichtungen, Kliniken und in der Industrie.

Die Sicherheit von Patienten vor, während und nach einer medizinischen Behandlung wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Dies gilt sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Bereich der Versorgung. Ziel muss es sein, die Patientensicherheit zu jedem Zeitpunkt der Behandlung zu gewährleisten und die Wahrscheinlichkeit von patienten-gefährdenden Fehlern zu minimieren.

Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit von Medizinprodukten

Nicht selten stehen Fehler in Zusammenhang mit einer unzureichenden inhärenten Sicherheit und/oder Gebrauchstauglichkeit von Medizinprodukten. Dies bezieht sich sowohl auf die medizinischen Produkte und medizintechnischen Systeme selbst, als auch auf die korrespondierenden Nutzungsprozesse. Inadäquate Sicherheit oder Gebrauchstauglichkeit von Medizinprodukten erhöht die Wahrscheinlichkeit von Benutzungsfehlern. Die Mängel beziehen sich oft auf die Schnittstelle zwischen technischem System und menschlichem Anwender.

Die gesetzlich geforderte integrierte Sicherheit beim Design von Medizinprodukten wird nicht bei allen Produkten erreicht, obwohl dies häufig durchaus möglich wäre. Defizite in der Gebrauchstauglichkeit erhöhen die psychische und physische Belastung und vergrößern die Wahrscheinlichkeit von Anwendungsfehlern. Diese beeinträchtigen nicht nur die Patienten, sondern auch das ärztliche, pflegerische und gegebenenfalls technische Personal.

Verantwortung für Konstrukteure und Hersteller von Medizinprodukten

Wenn ein Medizinprodukt versagt oder ein Prozess fehleranfällig ist, kann dies für den Patienten, zu einer lebenslangen Leidensgeschichte werden, schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. Daraus resultiert eine hohe Verantwortung für Konstrukteure und Hersteller von Medizinprodukten und -systemen.

Vor diesem Hintergrund kommt der Entwicklung gebrauchstauglicher, sicherer Medizinprodukte eine große Bedeutung zu. Um die Entwicklung und Anwendung sicherer medizinischer Geräte, Systeme und Prozesse zu fördern, schreiben die DGBMT - Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE und das APS - Aktionsbündnis für Patientensicherheit jährlich den Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik aus.

Verbesserungen der Patientensicherheit werden prämiert

Prämiert werden Technologien, Systeme und/oder Prozesse beziehungsweise deren Gestaltung, die eine erhebliche Verbesserung der Patientensicherheit in einem überschaubaren Zeitraum erwarten lassen. Preisstifter ist Dr. med. Hans Haindl, der seit mehr als 20 Jahren öffentlich bestellter Sachverständiger für Medizinprodukte ist.

Der Preis soll die Entwicklung und Anwendung sicherer medizinischer Geräte, Systeme und Prozesse fördern. Er wird während der Jahrestagung der VDE|DGBMT vom 19. bis 21. September in Graz verliehen.

Alle Informationen zum Preis und den Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.

Kontakt:

VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

D-60596 Frankfurt am Main

www.vde.com

www.dgbmt.de

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