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Status Strategieprozess Podiumsdiskussion auf der Medica: „Der Weg ist noch nicht zu Ende“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Vor einem Jahr haben die Staatssekretäre der Bundesministerien für Forschung (BMBF), Gesundheit (BMG) sowie Wirtschaft (BMWi) den Schlussbericht zum Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ entgegengenommen. Am ersten Messetag der Medica gab es nun gemeinsam mit Vertretern der Industrie eine öffentliche Bestandsaufnahme.

Podiumsdiskussion zwischen Ministeriums- und Industrievertretern über den Nationalen Strategieprozess: „Naheliegendes wurde bereits umgesetzt, aber nach zwölf Monaten gibt es noch viel zu tun.“
Podiumsdiskussion zwischen Ministeriums- und Industrievertretern über den Nationalen Strategieprozess: „Naheliegendes wurde bereits umgesetzt, aber nach zwölf Monaten gibt es noch viel zu tun.“
(Bild: Reinhardt)

Staatssekretär Stefan Kapferer (BMWi) sieht sehr wohl, dass sich seither einiges getan hat. Dabei habe sein Ministerium zwei zentrale Themen in den Fokus gerückt: die Hilfe bei der Forschungsförderung und den Kampf gegen den Fachkräftemangel, dem bereits über vereinfachte Zuwanderungsregelungen begegnet werde. Christian O. Erbe vom Fachverband Elektromedizinische Technik im ZVEI begrüßt die bisher geleistete ministeriumsübergreifende Zusammenarbeit, appelliert aber daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Entscheidend ist vor allem, wie prozessorientierte Gesamtkonzepte in die Märkte gebracht werden können.“

„Wir haben das Naheliegende umgesetzt“, erklärt Bärbel Brumme-Bothe, Ministerialdirektorin im BMBF: Das Fördervolumen für kleine und mittelständische Unternehmen wurde von 10 auf 20 Mio. Euro verdoppelt, die Informationsmöglichkeiten verbessert. BMG-Staatssekretär Thomas Ilka sieht bei der Umsetzung in der Tagesarbeit einen Schwerpunkt in der Diskussion mit Brüssel. Hier gebe es Bestrebungen, die neue EU-Medizinprodukteverordnung noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. „Doch Sorgfalt geht vor Schnelligkeit“, so Ilka.

Michael Scherf vom Spectaris-Fachverband Medizintechnik sieht noch einige offene Punkte: „Das sind an erster Stelle die Finanzierung klinischer Studien, das Stu-diendesign und die Transpa-renz in der Erstattung.“ Fazit: Erste Impulse des Nationalen Strategieprozesses werden umgesetzt, aber der Weg ist noch lange nicht zu Ende. | pr

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