BioRegio STERN

Organe und Gewebe – künftig auf Knopfdruck aus dem 3D-Drucker?

| Autor / Redakteur: Dr. Klaus Eichenberg* / Peter Reinhardt

Die Online-Plattform „Bio-Materialize" für individualisierbare, biokompatible 3D-Drucke soll es Forschern ermöglichen, Modelle aus lebendem Gewebe oder anorganischen Strukturen für Labortests zu konfigurieren, parametrisch anzupassen und auf Knopfdruck zu bestellen.
Die Online-Plattform „Bio-Materialize" für individualisierbare, biokompatible 3D-Drucke soll es Forschern ermöglichen, Modelle aus lebendem Gewebe oder anorganischen Strukturen für Labortests zu konfigurieren, parametrisch anzupassen und auf Knopfdruck zu bestellen. (Bild: Intuity Media Lab GmbH)

3D-Modelle lebender Gewebe sind für die Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik enorm wertvoll. Nun hat die Cloud-Plattform „Bio-Materialize" für individualisierbare, biokompatible 3D-Drucke eine Förderzuwendung erhalten. Die Plattform soll neue Perspektiven zur Fertigung funktionsfähiger Gewebeteile und transplantationsfähiger Organe für die regenerative Medizin ermöglichen.

  • Biokompatible 3D-Drucke auf Knopfdruck bestellen
  • ZIM des BMWi fördert Aufbau des Kooperationsnetzwerkes Biohymed
  • Praxisnaher Leitfaden zu Methoden und Vorgehensweisen

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert den Aufbau des Kooperationsnetzwerkes „Biohymed“ zur Entwicklung biohybrider Produkte und Verfahren. In diesem Zusammenhang erhielt Intuity Media Lab aus Stuttgart eine Förderzuwendung für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Bio-Materialize“. Dabei handelt es sich um eine Cloud-Plattform, die es ermöglichen soll, individuelle biokompatible Modelle aus lebendem Gewebe oder anorganischen Strukturen in additiven Verfahren herzustellen.

„Additive Fertigung“ In dem neuen Grundlagenwerk "Additive Fertigung" erläutern bekannte Experten der ETH Zürich die zahlreichen Möglichkeiten der industriellen Entwicklung und Konstruktion additiv gefertigter Serien- und Endkundenteile. Neben erfolgreichen Produktbeispielen aus der Industrie werden neue Methoden und Vorgehensweisen vorgestellt, die dem Leser als praxisnaher Leitfaden dienen. „Additive Fertigung“ kann hier versandkostenfrei oder als eBook bestellt werden.

Das biohymed-Netzwerk bietet den beteiligten Projektpartnern die Chance, für innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte eine Förderung durch das BMWi zu erhalten. Gemeinsam mit Universitäten, Kliniken und wissenschaftlichen Instituten aus der Region sowie kleinen bzw. mittelständischen Unternehmen forciert Bioregio Stern Management damit gezielt die Biologisierung der Medizintechnik.

Organe und Gewebe per individualisierbarem, biokompatiblem 3D-Druck?

Nun hat die Online-Plattform „Bio-Materialize" eine Förderzuwendung erhalten. Die Plattform für individualisierbare, biokompatible 3D-Drucke ermöglicht Biologen und Forschern, Modelle aus lebendem Gewebe oder anorganischen Strukturen für Labortests zu konfigurieren, parametrisch anzupassen und auf Knopfdruck zu bestellen. Das Projekt „Bio-Materialize“ ist Teil einer Kooperation zwischen Cellbricks aus Berlin und Intuity Media Lab aus Stuttgart.

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Die Zusammenarbeit vereint Kompetenzen aus Biotechnologie, Informationstechnologie, Künstlicher Intelligenz und Verfahrenstechnik. Gemeinsam entwickeln die Unternehmen das Ökosystem „Organ as a Service“, das die Plattform Bio-Materialize, den Cellbricks Bioprinter und eigens entwickelte Bioinks, also die „Tinte“, zusammenführt. Mittels 3D-Bioprinting können Strukturen zellulärer Materialien hochauflösend gedruckt werden, um neue Produkte und Anwendungen in der Medizin und Pharmazie zu verwirklichen.

Chancen für Forschung und regenerative Medizin

Dr. Verena Grimm, Projektleiterin bei Bioregio Stern Management: „Mit Bio-Materialize wird der 3D-Druck von Biogeweben auf Knopfdruck möglich. Diese Technologie erleichtert Forschern den Zugang zu Modellen aus lebendem Gewebe und eröffnet somit neue Perspektiven zur Fertigung funktionsfähiger Gewebeteile und transplantationsfähiger Organe für die regenerative Medizin.“

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Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf unserem Schwesterportal Laborpraxis.

* Dr. Klaus Eichenberg: BioRegio STERN Management GmbH, Stuttgart

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