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Metav digital Automatisierungslösungen für effiziente Metallbearbeitung

Redakteur: Kristin Breunig

Vom 23. bis 26. März stehen wieder Präzisionswerkzeuge und Bearbeitungsmaschinen im Mittelpunkt. Doch die Metav digital bietet neben der Zerspanungstechnologie auch den Automationslösungen für die wirtschaftlichere Produktion eine Bühne.

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Vom 23. bis 26. März findet die Metav in diesem Jahr rein digital statt und zeigt das komplette Spektrum der Fertigungstechnik.
Vom 23. bis 26. März findet die Metav in diesem Jahr rein digital statt und zeigt das komplette Spektrum der Fertigungstechnik.
(Bild: Emco GmbH)

Die Automation gilt als einer der entscheidenden „Enabler“ für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Fertigungsoptimierung. Nicht erst seit Industrie 4.0 halten Automatisierungslösungen zunehmend Einzug in Fabrikhallen und Fertigungsbetriebe. Präzisionswerkzeughersteller, Werkzeugmaschinenanbieter und zahlreiche weitere Unternehmen, Organisationen und Hochschulen mit Fertigungshintergrund nutzen seit mehr als 40 Jahren die Metav als Plattform für den Austausch unter Produktionsexperten – in diesem Jahr als echtes und interaktives 3D-Erlebnis.

Vom 23. bis 26. März findet die Metav in diesem Jahr rein digital statt und besteht aus drei Teilen, der Virtual Exhibition, einem intelligenten Matchmaking und den Web-Sessions. Mit dem 3D-Erlebnis der Virtual Exhibition können Besucher virtuell durch die verschiedenen Messehallen navigieren. Die Aussteller präsentieren bewegte Produktbilder und 3D-Produktbilder, Produkt- oder Prozessfilme, Liveübertragungen mit realitätsnahe Demonstrationen aus dem Maschinenraum, ergänzt um Produktinformationen.

Die Veranstaltung zeigt das komplette Spektrum der Fertigungstechnik. Schwerpunkte sind Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, Zubehör, Messtechnik, Oberflächen- und Computertechnik für die Metallbearbeitung, Software, Maschinen und Systeme für die additive Fertigung, Produktionssysteme und Komponenten für die Medizintechnik.

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Modulare Robotik für flexible Lösungen

„Die Bedeutung integrativer Lösungen mit durchgängiger Konnektivität und weitgehender Automatisierung sind für die produzierenden Unternehmen unter den Corona-Bedingungen noch einmal wichtiger geworden“, führt Prof. Dirk Biermann von der TU Dortmund aus. Die effiziente und sichere Vernetzung von Menschen, Maschinen und Unternehmen sei wesentlich zur übergeordneten Steigerung der Produktivität und Nachhaltigkeit, gerade jetzt. „Für die kurzfristige Realisierung sind deshalb Entwicklungen von Schnittstellenstandards von übergeordneter Bedeutung“, so der Leiter des Instituts für Spanende Fertigung (ISF) und Mitglied der WGP (Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik). „Des Weiteren gibt es interessante Entwicklungen, die eine sichere Verarbeitung und Analyse von sensiblen Daten lokal erlauben, sodass Datenschutz für KI-basierte Applikationen am Endgerät durch intelligente Edge-Systeme gewährleistet wird.“

Die Möglichkeiten in der Robotik und Automation sind äußerst vielfältig und lassen sich z.B. in Form von standardisierten Modulen kostengünstig für spezifische Anwendungen konfigurieren. Insbesondere bei modularen Robotersystemen ergeben sich gute Möglichkeiten für flexible Lösungen, die zunehmend wichtiger werden. Unter dem Leitgedanken „Wir forschen für die Fabrik der Zukunft“ betrachtet die TU Dortmund in interdisziplinären Kooperationen die unterschiedlichen Herausforderungen der industriellen Produktion. Forschungsprojekte wie das Graduiertenkolleg „Anpassungsintelligenz von Fabriken im dynamischen und komplexen Umfeld“ oder der Sonderforschungsbereich „Verfügbarkeit von Information durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung“ erforschen Grundlagen, die im Rahmen von Industriekooperationen in die Anwendung gebracht werden. Oder es sind neue Lösungen für spezielle Aufgabenstellungen, etwa die integrierte Schneidkantenpräparation [Tool]prep auf Werkzeugschleifmaschinen. „Infolge der bekannten Einschränkungen existiert ein Nachholbedarf, aktuelle Produktionsentwicklungen sowohl vorzustellen als auch kennenzulernen“, resümiert Dirk Biermann. „Die Metav digital bietet hierfür eine hervorragende Gelegenheit.“

Erste Einblicke

  • Paul Horn GmbH: Das Thema Verzahnung nimmt bei der Paul Horn GmbH auf der Metav digital eine wichtige Stellung ein. Im Fokus stehen Werkzeuge sowohl zum Kegelradverzahnen als auch für das definierte Entgraten von Verzahnungen. „Weitere Neuheiten aus den Bereichen Hochvorschubfräsen, Hochglanzzerspanung, Einstechen, Profildrehen sowie Stoßen werden ebenfalls präsentiert“, kündigt Horn-Pressesprecher und Leiter Kommunikation Christian Thiele an. „Horn hat in enger Zusammenarbeit mit der Kistler Gruppe eine weltweit einzigartige Lösung zur Echtzeit-Werkzeugüberwachung weiterentwickelt: Das innovative PTS-System eignet sich besonders für den Einsatz bei Drehbearbeitungen“, erläutert Thiele. „Hier sind alternative Messmethoden aufgrund der geringen Abweichungen unergiebig.“ Die Lösung erfordert keinen Eingriff in die CNC-Steuerung. Der Einsatz erfolgt maschinenunabhängig und benötigt nur wenig Platz in der Maschine. Mit dem Einsatz des PTS können die Produktionskosten sinken und die Fertigungskapazitäten steigen.
  • Emco GmbH: Aktuell hat Emco die erfolgreiche MMV-Serie erweitert. Die 5-Achs-Fahrständer-Bearbeitungszentren (BAZ) gibt es mit vergrößerten Verfahrwegen (X= 4200 / 5200 / 6200 mm), welche damit die gesteigerte Nachfrage in diesem Bereich abdecken. Die Anlagen lassen sich für die Komplettbearbeitung großer und schwerer Teile in einer Aufspannung einsetzen – für Werkstücke bis zu 8.000 kg. Ein weiteres Highlight sind die Automatisierungsmöglichkeiten bei den Universal-BAZ der Umill-Serie. Individuelle Lösungen sind für einige Bearbeitungsmaschinen in fast allen Varianten möglich und kundenspezifisch umsetzbar: zur Optimierung der Produktivität beispielsweise ein zweistöckiger Linear-Palettenspeicher. Oder die effizienten und flexibel anpassbaren Automationslösungen für die kleineren Umill-Modelle, die mit kompakten Abmessungen, kurzen Einricht- und Rüstzeiten sowie einfacher Bedienung punkten. Diese Lösungen gibt es auch für die Drehmaschinen von Emco.
  • Iscar Germany GmbH: „Auf der diesjährigen Metav stellen wir Weltneuheiten aus unserer neuen Neologiq-Kampagne vor“, gibt Erich Timons, CTO / Technischer Leiter und Mitglied der Geschäftsleitung beim Werkzeugspezialisten Iscar Germany GmbH in Ettlingen, bereits erste Einblicke. „Diese umfassen sowohl den Bereich Drehen und Stechen als auch Bohren und Fräsen. Darüber hinaus gibt es innovative digitale Tools zu entdecken.“. Ganz allgemein sind Werkzeuge mit hoher Produktivität verfügbar. Dies umfasst im Speziellen auch Tools mit Sensorik. „Iscar hat Werkzeuge entwickelt, die ohne Rüstzeiten auskommen. Des Weiteren bieten wir Werkzeuge in allen Produktbereichen an, die sich bestens zur High Performance Cutting-Bearbeitung eignen“, geht Timons weiter ins Detail. Und wie sieht die derzeitige Entwicklung mit Blick in die Zukunft aus? „Aktuell haben viele Unternehmen mit kleiner gewordenen Losgrößen zu kämpfen. Dadurch rücken Themen wie Maschinenrüstzeiten immer mehr in den Fokus.“

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