Suchen

Medizintechnik Nordafrika bietet Chancen für deutsche Unternehmen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Beste Aussichten auf ein erfolgreiches Exportgeschäft für die deutschen Medizintechnikunternehmen versprechen die nordafrikanischen Länder Algerien, Tunesien und Libyen. Nach dem so genannten Arabischen Frühling haben sich die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit entspannt, so das Fazit von Spectaris-Geschäftsführer Tobias Weiler.

Firmen zum Thema

Mittelständische Medizintechnik-Unternehmen aus Deutschland genießen in den Maghreb-Staaten einen exzellenten Ruf. Der Zeitpunkt für ein verstärktes Engagement ist günstig“, so Tobias Weiler von Spectaris. (Bild: Spectaris)
Mittelständische Medizintechnik-Unternehmen aus Deutschland genießen in den Maghreb-Staaten einen exzellenten Ruf. Der Zeitpunkt für ein verstärktes Engagement ist günstig“, so Tobias Weiler von Spectaris. (Bild: Spectaris)

Beste Aussichten auf ein erfolgreiches Exportgeschäft für die deutschen Medizintechnikunternehmen versprechen die nordafrikanischen Länder Algerien, Tunesien und Libyen. Nach dem so genannten Arabischen Frühling haben sich die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit entspannt, so das Fazit von Spectaris-Geschäftsführer Tobias Weiler.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat jüngst mit einer Delegation Nordafrika besucht, um sich vor Ort ein Bild über die Lage der drei Länder zu verschaffen. Gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung gibt es Nachholbedarf, Krankenhäuser müssen saniert und neu gebaut werden. Es wurde deutlich, dass in allen drei Ländern eine positive Aufbruchsstimmung herrscht.

Deutsche Medizintechnik genießt in den Maghreb-Staaten exzellenten Ruf

Der algerische Fünfjahresplan sieht beispielsweise für die Jahre 2010 bis 2014 Ausgaben in Höhe von 6,3 Milliarden Euro mit einem Bau von 127 neuen Krankenhäusern sowie weiteren Spezialkliniken vor. Die deutschen Medizintechnikausfuhren nach Algerien lagen im Jahr 2011 nach vorläufigen Angaben mit 23,8 Millionen Euro um elf Prozent über dem Niveau von 2010.

Als Vertreter der Medizintechnikindustrie reiste Spectaris-Geschäftsführer Tobias Weiler mit der Delegation. Dabei konnte er Gespräche mit den jeweiligen Gesundheitsministern führen und sich vor Ort ein Bild von den geplanten Infrastrukturmaßnahmen machen. „Mittelständische Medizintechnik-Unternehmen aus Deutschland genießen in den Maghreb-Staaten einen exzellenten Ruf. Der Zeitpunkt für ein verstärktes Engagement ist günstig“, so Weilers Fazit.

Spectaris-Außenwirtschaftstag widmet sich den nordafrikanischen Märkten

Eine politische Flankierung sei nach wie vor wichtig. Spectaris wird sich auch inhaltlich verstärkt mit den Märkten beschäftigen, etwa durch einen Beitrag zu der deutsch-algerischen gemischten Wirtschaftskommission oder im Rahmen des kommenden Spectaris-Außenwirtschaftstags, der Ende September 2012 in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt stattfinden wird.

(ID:31596430)