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Neues Bildgebungsverfahren verbessert Brustkrebs-Früherkennung

| Redakteur: Frauke Finus

PET/MR Hybridbildgebung: Durch die gleichzeitige Aufnahme von MR- (Abb. A) und PET-Daten (Abb. B) und die exakte Überlagerung dieser Bildinformationen (Abb. C) wird die Anatomie der Brust mit hoher Detailauflösung und exzellentem Weichteilkontrast dargestellt. Gleichzeitig liefert das Bild funktionelle Informationen über den Tumorstoffwechsel mit hoher Sensitivität.
PET/MR Hybridbildgebung: Durch die gleichzeitige Aufnahme von MR- (Abb. A) und PET-Daten (Abb. B) und die exakte Überlagerung dieser Bildinformationen (Abb. C) wird die Anatomie der Brust mit hoher Detailauflösung und exzellentem Weichteilkontrast dargestellt. Gleichzeitig liefert das Bild funktionelle Informationen über den Tumorstoffwechsel mit hoher Sensitivität. (Bild: Quick et al., Med Phys. 2013 Feb;40(2):024301)

Das Förderprojekt „Integrated Breastcare: Früherkennung und Diagnostik der Brust“, bestehend aus Akteuren wie Siemens Healthcare und dem Uni-Klinikum Erlangen, arbeitet derzeit an der Weiterentwicklung bisheriger bildgebender Verfahren. Der Grund: Konservative Diagnosemöglichkeiten können noch verbessert werden.

„Drei von vier Biopsien werden in Deutschland umsonst durchgeführt, da sich der Tumor schlussendlich als gutartig erweist“, gibt Prof. Dr. Peter Fasching aus der Erlanger Frauenklinik zu bedenken. Daher ist eines der Ziele, durch verbesserte Bildgebungsverfahren bessere Unterscheidungen von gut- und bösartigen Tumoren zu ermöglichen.

Die Zukunft liegt in der 3D-/Hybrid-Bildgebung

Eine digitale Brust-Tomosynthese generiert dank schwenkender Röntgenrohre 3D-Bilder. Ein Tumor wird sichtbarer, weil er nun nicht mehr von anatomischen Strukturen überlagert wird. 3D-Bilder der Brust können bei ähnlicher Strahlendosis wie konventionelle 2D-Bilder erzeugt werden.

Um Aufnahmen von Ultraschall- und Röntgenverfahren, die unter völlig verschiedenen Randbedingungen aufgenommen werden, vergleichbar machen zu können, ist ein Ziel des Unterprojektes „Registrierung von Tomosynthese- und 3D-Ultraschalldaten“ eine softwaregestützte Verformung der Brust, um die Bilder der verschiedenen Untersuchungsmethoden zu überlagern. Bisher kann dieser für eine gute Diagnostik essenzielle Schritt nur im Kopf eines erfahrenen Arztes erfolgen.

Das neue Verfahren der integrierten PET/MR Hybridbildgebung ermöglicht die Brustbildgebung mit sehr gutem Weichteilkontrast, hoher räumlicher Auflösung und tumorsensitiver Bildgebung. Die Methode kombiniert hierzu die Positronen-Emmissions-Tomographie (PET) mit der Magnetresonanz (MR)-Bildgebung und soll die Diagnostik weiter präzisieren.

Computerassistierte Diagnosen

Tomosynthesedatensätze sollen zudem mit Computerunterstützung befundet werden. Eine vom Fraunhofer IIS entwickelte Software segmentiert den Tumor automatisch, bestimmt Abmessung und Größe und schlägt dann – in der Zukunft – aufgrund von Form und Signatur die Art der Behandlung vor. So könnten Computer den Medizinern standardisierte Zusatzinformationen geben und bei der ärztlichen Diagnose assistieren.

Kontakt:

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