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Sensor+Test Neue Forschungsergebnisse aus der Augenheilkunde

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Zwei F+E-Projekte aus der Augenheilkunde haben vor kurzem ihren Abschluss gefunden und wurden diese Woche auf der Messtechnik-Messe Sensor+Test in Nürnberg vorgestellt. Sie versprechen Heilung bei Grauem Star und bei Grünem Star.

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Für Untersuchungen vaskulärer Dysregulationen hat das CiS gemeinsam mit der Aviant GmbH eine multisensorische Lösung entwickelt, die EKG und Photoplethysmographische Parameter zeitsynchron erfasst.
Für Untersuchungen vaskulärer Dysregulationen hat das CiS gemeinsam mit der Aviant GmbH eine multisensorische Lösung entwickelt, die EKG und Photoplethysmographische Parameter zeitsynchron erfasst.
(Bild: CiS)

Das CiS Forschungszentrum für Mikrosensorik und Photovoltaik und Aviant aus Jena stellen ein Verfahren für die Untersuchung des Grünen Stars vor. Das zweite Projekt Akkosys des CiS und weiteren Verbundpartnern verfolgt das Ziel eines intelligenten Implantats nach Entfernung der Linse bei zum Beispiel einem Grauen Star.

Multisensorische Lösung bekämpft Grünen Star

Nicht nur erhöhter Augeninnendruck auch eine gestörte Durchblutung des Augenhintergrundes können Grünen Star auslösen. Für die Untersuchung vaskulärer Dysregulation bietet sich nun eine multisensorische Lösung, die EKG und Photoplethysmographische Parameter zeitsynchron, sensitiv und mit hoher Spezifität erfasst.

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Moderne Low-Power-Elektronik und Mikrosystemtechnik machen eine mobile Überwachung von Vitalparametern möglich. Der Sensor am Ohr ist ohne Einschränkung im Alltag nutzbar und ist mit einem speziellen, optischen Strahlen-Empfänger-Modul ausgestattet. In den EKG-Elektroden werden etablierte Standardkomponenten verwendet. Eine handliche Systemelektronik ermöglicht die Sensorsteuerung, Signalverbreitung und Datenspeicherung.

Bei Grauem Star besser Sehen mit intelligentem Implantat

Wenn zur im Alter abnehmenden Akkommodationsfähigkeit des Auges noch ein Grauer Star hinzukommt, wird bisher die Linse entfernt. Entweder wird ein Implantat gesetzt, dass das Sehvermögen verbessert, aber keine Akkommodationsfähigkeit bietet, oder es wird ein multifunktionales Implantat gesetzt, dass die Akkommodation verbessert, jedoch das Kontrastsehvermögen verschlechtert.

Ein intelligentes Mikrosystem-Implantat, das anstelle einer Intraokularlinse im Kapselsack des Auges implantiert wird, bietet nun die Lösung dieses Dilemmas. Dieses Mikrosystem passt je nach Akkommodationsbedarf den Fokus eines integrierten aktiv optischen Elementes an. Die Änderung des Fokus wird durch Verschiebung der beweglichen Linse eines Drei-Linsensystems (Triple-Optik) erfolgen. Um den Akkommodationsbedarf festzustellen, muss der Pupillen-Nahreflex gemessen werden. Dafür entwickelt das CiS ein optisches Sensorsystem, das den Pupillendurchmesser und gleichzeitig die Gesamthelligkeit misst. Aus diesen Signalen werden Eingangsregelgrößen für das aktuatorisch arbeitende Linsensystem abgeleitet.

Kontakt:

CiS Forschungszentrum für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH

D-99099 Erfurt

www.cismst.de

Aviant GmbH

D-07745 Jena

www.aviantvision.com

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