Asklepios Klinikum

Navigation verbessert Langzeitergebnisse bei Kniegelenk-Ersatz

| Redakteur: Peter Reinhardt

Mehr als 7.000 Patienten haben in der Orthopädischen Universitätsklinik in Bad Abbach ein neues künstliches Kniegelenk erhalten. In der Focus-Liste der besten Ärzte Deutschlands steht Professor Dr. Joachim Grifka im Fachbereich Kniechirurgie seit Jahren mit an der Spitze.
Mehr als 7.000 Patienten haben in der Orthopädischen Universitätsklinik in Bad Abbach ein neues künstliches Kniegelenk erhalten. In der Focus-Liste der besten Ärzte Deutschlands steht Professor Dr. Joachim Grifka im Fachbereich Kniechirurgie seit Jahren mit an der Spitze. (Bild: Asklepios Klinikum Bad Abbach)

Eine Langzeitstudie des Orthopädischen Universitätsklinikums Regensburg/Bad Abbach hat jetzt bestätigt: Mit neuen Operationstechniken sitzen künstliche Kniegelenke besser und halten länger. Für Prof. Dr. Grifka, Direktor des Klinikums vor den Toren von Regensburg, sind die Studienergebnis eine kleine Sensation.

Immer mehr Deutsche brauchen ein künstliches Kniegelenk. Gleichzeitig müssen aber auch immer mehr dieser Gelenkimplantate schon nach kurzer Zeit wieder ausgetauscht werden, weil sie nicht richtig funktionieren. Mit einer in der Orthopädischen Uni-Klinik Bad Abbach perfektionierten, navigationsgestützten Operationstechnik lässt sich das Risiko notwendiger Nachoperationen um mehr als zwei Drittel reduzieren. Dies zeigt eine Studie, die über einen Zeitraum von zehn Jahren in Bad Abbach durchgeführt wurde.

Dank Navigation sitzen Implantate besser

In der Orthopädischen Uni-Klinik Regensburg arbeiten die Chirurgen heute mit Unterstützung hoch präziser, computergestützter Navigationstechniken. Die Erfolge dieser neuen Technik sind messbar und der Nutzen für die Patienten ist groß. Wie die jetzt abgeschlossene Studie zeigt, müssen beim Einsatz der modernen Technik nach zehn Jahren nur noch gut zwei Prozent ein zweites Mal auf den Operationstisch. Beim Einsatz herkömmlicher Operationsmethoden ist die Quote der Nachoperationen also mehr als drei Mal so hoch.

„Die per Navigation positionierten Gelenkimplantate passen und funktionieren auch besser", sagt Prof. Dr. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg in Bad Abbach. Nach seiner Studie mit 1.000 Patienten stimme die exakte Beinachse bei 96 Prozent der Patienten dank navigierter Operationen perfekt – ohne O- oder X-Fehlstellung. Herkömmlich operiert liegt die Passer-Quote dagegen bei nur bei 75 Prozent. Auch könne man die Bandspannung und die Stabilität des Gelenks mit Navigationstechnik viel genauer justieren.

Operieren mit Navigationstechnik – wie funktioniert das?

Navigationsgestützte Operationen haben in den jüngeren Jahren die Operationsergebnisse beim Kniegelenk-Ersatz revolutionär verbessert. Das Klinikum Bad Abbach gilt heute international als Vorreiter bei der Präzisionsnavigation in der Gelenkchirurgie. Das System der sogenannten bildfreien Navigation gilt als Meilenstein beim Einsatz von künstlichen Gelenken. Es wurde in wesentlichen Teilen im Klinikum Bad Abbach entwickelt und wird mittlerweile weltweit eingesetzt. Mit Hilfe dieser Navigationstechnik können künstliche Gelenke in Hüfte und Knie millimetergenau eingebracht werden und gewährleisten eine präzise und bestmögliche Positionierung der Implantate. Ferner erlaubt die neue Technik die Weiterentwicklung bekannter Operationsverfahren und Implantate, mit dem Ziel, noch schonenderer Operationen. Mit dieser Technik können Operationen im Bereich der Knie- und Hüft-Endoprothetik wie auch an der Wirbelsäule, sportchirurgische und unfallchirurgische Eingriffe mit einer früher nicht möglichen Präzision durchgeführt werden.

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