Fasmed-Präsidium

Nationalrat Urs Gasche folgt auf Nicolas Markwalder

| Redakteur: Peter Reinhardt

„Die Medtech-Branche steht in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung der Pharmaindustrie kaum nach“, Fasmed-Präsident Urs Gasche.
„Die Medtech-Branche steht in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung der Pharmaindustrie kaum nach“, Fasmed-Präsident Urs Gasche. (Bild: Fasmed)

Auf der Jahrestagung des Dachverbands der Schweizer Medizintechnik (Fasmed) hat der Vorstand am 16. Mai Nationalrat Urs Gasche zum neuen Präsidenten gewählt. Zu den wichtigen Aufgaben des Verbands zählt er, Gemeinsamkeiten gegen außen zu betonen, um die Bedeutung und Wahrnehmung der Medizintechnik weiter zu stärken.

Gasche folgt auf Nicolas Markwalder, der dieses Amt elf Jahre erfolgreich bekleidet hat. Als Rechtsanwalt, Politiker und Wirtschaftsvertreter besitzt Gasche ein breites Netzwerk. Der ehemalige Regierungsrat und Finanzdirektor des Kantons Bern verfügt außerdem über große Führungserfahrung und ist mit Verbandsarbeit bestens vertraut.

Gemeinsamkeiten besser hervorheben

Bei seiner Amtsübernahme verweist Gasche auf die Vielfalt der Medizintechnik, die von Gegensätzen geprägt sei: „Die Medtech-Branche steht in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung der Pharmaindustrie kaum nach, wird jedoch aufgrund ihrer Heterogenität weniger als Einheit wahrgenommen“, so der neue Präsident. Gasche sieht hier eine nach wie vor wichtige Aufgabe des Verbands: gegen außen die Gemeinsamkeiten zu betonen, um die Bedeutung und Wahrnehmung der Medizintechnik weiter zu stärken. Dazu möchte der Nationalrat die Beziehungspflege zu Vertretern der Politik, Wirtschaft bzw. des Gesundheitswesens sowie die Zusammenarbeit mit Partner-Verbänden weiter vertiefen.

Der Fasmed hat sich in den letzten zehn Jahren als Ansprechpartner und Bindeglied zu Behörden und Institutionen entwickelt. Unter dem neuen Präsidenten soll der Verband die bisherige Strategie fortsetzen und sich für den Erhalt und die Förderung liberaler Strukturen im Schweizer Gesundheitswesen einsetzen. „Hier müssen wir wieder mehr auf altbewährten Werten des Marktes wie Eigenverantwortung, Entscheidungsautonomie der Akteure, Unternehmertum und Wettbewerb aufbauen“, so Gasche.

Zu Innovation, Qualität und Sicherheit beitragen

Zu den Schwerpunkten der Verbandsarbeit gehöre die Sicherstellung der Innovationsfinanzierung im Rahmen der neuen Spital-Fallpauschalen Swiss-DRG: „Grundsätzlich sollen Tarife Anreize für eine bedürfnisgerechte, kostengünstige medizinische Versorgung setzen. Dabei muss die Medizintechnik korrekt abgebildet sein“, betont Gasche. Doch nicht nur der Bereich „Leistung und Vergütung“ fordert den Verband angesichts der wachsenden regulatorischen Auflagen. Auch in Zulassungsfragen werde die Wachsamkeit gegenüber dem schweizerischen Perfektionismus und der drohenden Bürokratie zur Daueraufgabe. Zugleich möchte der Fasmed aktiv zur Qualität und Sicherheit in der medizinischen Leistungserbringung beitragen – sei dies mit seinem Engagement/Einsatz für das Schweizerische Implantat-Register oder dem Aufbau einer neuen Verbandsprüfung zum zertifizierten Medizintechnik-Berater.

Kontakt:

Fasmed

CH-3074 Muri b. Bern

Ergänzendes zum Thema
 
Über Fasmed und die Schweizer Medtech-Branche

www.fasmed.ch

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