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Leuchtturmprojekt Digitale Herz-OP Mit KI Herzerkrankungen besser behandeln

Von Martin Hensel

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Das Leuchtturmprojekt Digitale Herz-OP will die Behandlung von Herzerkrankungen mithilfe von KI präziser und schonender machen. Im Rahmen des Projekts kooperiert die Technische Universität München (TUM) mit dem Deutschen Herzzentrum München (DHM) sowie dem Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI).

Wissenschaftsminister Markus Blume und Ministerpräsident Markus Söder betrachten am Deutschen Herzzentrum München eine 3D-Darstellung von Blutgefäßen.
Wissenschaftsminister Markus Blume und Ministerpräsident Markus Söder betrachten am Deutschen Herzzentrum München eine 3D-Darstellung von Blutgefäßen.
(Bild: Andreas Heddergott / TUM )

Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuer Präzisionsinstrumente für OP, Herzkatheterlabor und Intensivstation. Die Partner orientieren sich an klinischen Herausforderungen und nutzen u. a. innovative Sensordatenfusion, KI-augmentierte Analysen und moderne IT zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden.

„Operateure sollen zukünftig unterstützt durch künstliche Intelligenz, Bildfusion, Robotik, Augmented und Virtual Reality besser im Körper navigieren können, um minimal-invasiv und gezielter zu diagnostizieren und maßgeschneidert zu therapieren“, erklärt Prof. Heribert Schunkert, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums. „Das ist an Patientinnen und Patienten und Klinikpersonal orientierte Spitzentechnologie, die unsere medizinische Versorgung nachhaltig verbessert und den Alltag entlastet – die Zukunft der Medizin. Der Standort München wird so zum Zentrum für innovative, digital-augmentierte Herzmedizin“, ergänzt MIRMI-Direktor Prof. Sami Haddadin.

Interdisziplinäres Team

Das Projektteam ist interdisziplinär angelegt und besteht aus Medizinern, Forschern und Studenten verschiedener Fachrichtungen. Dazu zählen z. B. Elektro- und Informationstechnik, computergestützte Biophysik, Bioinformatik, numerische Mechanik, Robotik, Kognition und Intelligenz sowie Informatik. Gemeinsam wollen die Experten genauere Vorhersagen ermöglichen sowie technische Anwendungen entwickeln, um den Alltag der Herzmedizin praktisch zu ergänzen und die Entscheidungsfindung in der Klinik zu unterstützen.

Als zentrale Teilprojekte nennen die Partner die digitale Intensivstation, die physikalische Modellierung des Kreislaufs zur Planung von Interventionen bei komplexen Herzfehlern und Koronarverschlüssen sowie die 3D/4D-Bildfusion zur Steuerung von Eingriffen am Herzen. Zusätzlich soll die Behandlung von Herzkreislauferkrankungen durch die Vernetzung digitaler Patientendaten optimiert werden. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurden nun Meilensteine des Leuchtturmprojekts präsentiert und demonstriert. Zu Gast war u. a. auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Weitere Artikel zur Zukunft der Medizintechnik finden Sie in unserem Themenkanal Forschung.

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